Persönliche Notizen zum geplanten "Voll ausbau" der Autobahn A 8
zwischen Rosenheim und der Landesgrenze.

Autobahndirektion Bayern

TS - Info - Pdf aus dem Jahre 2004

Wer Autobahnen ausgebaut hat,
erntetet den LKW-Transit mit allen negativen Auswirkungen,
wie steigende Fein staub-Emissionen und ein gewaltiges Lärmproblem.
Die Forderung muss sein, dass die 600 Millionen Euro (Rosenheim bis zur Landesgrenze),
die in den "Voll" Autobahn Ausbau geplant sind, sinnvoller Weise zukunftsgläubig,
vorrangig in den Ausbau des Güterverkehrs auf der Schiene investiert werden.
Nur mit einer nachhaltigen Verkehrs Wende weg von der Straße
hin zur Schiene sind die Transit-Probleme zu lösen.

Oder soll ein 4 Spuriger Ausbau der B 20 anschließend folgen...???
Was sicherlich folgen wird ist ein sechsspurige Ausbau des Abschnittes Walserberg–Hallein
Im Gemeindegebiet Anif soll durch eine Unterflurtrasse die lokale Belastung
durch den vermehrten Verkehr gemindert werden.
Soll es denn immer so weiter gehen...???


Als Alternativen sind allen Verkehrsarten auf der Schiene der Vorrang einzuräumen
und dabei sind alle logistischen,
technologischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten auszuloten und anzupacken.
Der freie Warenverkehr muss reduziert werden und weitgehen auf ökologisch vertretbare
ungiftige nicht subventionierter Waren eingeschrenkt werden,
nur so kann das Frachtaufkommen auf den Strassen und der Schiene bewältigt werden.

Falls wir so weitermachen wie bisher können wir die Autobahnen und Bundesstraßen
in ganz Europa gar nicht so schnell und so weit Ausbauen
wie die Verkehrsströme zunehmen.
Der verführerischen Zwangsbeglückung, durch immer mehr billiger Konsumgüter,
muss das moralische Streben einer informierten Gesellschaft
zu weniger Naturzerstörung und zu weniger Ressourcen verbrauch
der Wachstums ideologie kritisch gegenüber stehen.

wir müssen dringend gegen Steuern bzw.
Umkehren weil es uns jetzt noch möglich ist.
Strassensanierungen helfen auch in der sogenannten Wirtschaftskrise
als Soforthilfsprogramm und brauchen keine Jahrzehntelange Planung.
Sollte uns die Finanzmisere dafür wirklich noch etwas Geld übrig lassen.

"Auf stark befahrenen Autobahnen sollten die Lastwagen ausschließlich die rechte Spur benutzen,
alle anderen Spuren sind für die Autos"
Ein stärkerer Einsatz intelligenter Verkehrsleittechniken auf den Autobahnen kann helfen,
ohne sie ständig weiter verbreitern zu müssen.
Die LKW-Maut kann in Zeiten des dichten Berufsverkehrs erhöht werden,
der Verkehr wird dadurch verteilt.

Die Leerfahrten bzw. Fahrten unnötiger nicht regionaler Güter,
müssen reduziert und die durchschnittliche Auslastung erhöht werden.
Sehr viel Geld wird für die kommenden Herausforderungen
bei den Themen Logistik, nachhaltige Mobilität, Klimawandel,
Energie effizienz, Wärmedämmung und Umweltschutz dringend benötigt.
Eine kosten reduzierte Erneuerung der bestehenden Autobahn mit
zwei zusätzlichen Standspuren sollten vernünftiger Weise ausreichen.

Das Ziel sollte immer sein, einen sanften Tourismus
mit mehr Anreise per Bahn und Bus zu ermöglichen und optimal,
nach den finanziellen Möglichkeiten der Region zu fördern,
natürlich in gut ausgestatteten Zügen und attraktiven Busfahrplänen
und eventuell bereitstehende Mietautos ( Car Sharing).
Selbst der modernisierte Fuhrpark der Südostbayernbahn
enthält weiterhin viele „Uralt“ Zugwagons
das muss sich möglichst schnell ändern.
Ganz erheblichen Investitionsbedarf gibt es in den Bahofsanlagen,
zb. Alten und Behindertengerechte Zugäng zu den Toiletten,
Autozug, Lastwagen und regional Angepasste nicht zu große Güter Terminals usw...
In Terminal`s können Güter kombinierte mit Container vom Lastwagen
auf die Schiene und umgekehrt befördert werden.

Das Angebot der Bahn ist nicht konkurrenzfähig, klagen viele Unternehmer.
Mehr Straßen und Umfahrungen sind aber kein zukunftsfähiger Weg.
Zuallererst muß in das Bahnnetz (Elektrifizierung) investiert werden,
auch wenn das ein anstrengender gesamt europäischer Weg sein muss,
das sind die vordringlichsten Investitionen die gemacht werden müssen,
die Techniken sind längst vorhanden und bewähren sich überall auf der Welt.
Nur Deutschland will die Freie Hochgeschwindigkeitsfahrt
für den angeblich Freien mündigen Bürger.

"Der Urlauber will mit dem Auto kommen", ist natürlich ein begehrter Wunsch,
dem Druck auf Dauer immer wieder nachzugeben ist keine nachhaltige Politik,
wir dürfen doch nicht unsere Nachkommen das alles ausbaden lassen,
nur weil wir bis zuletzt dem Urlauber nachgeben,
der nach einem überholten Slogan "Freie Fahrt für freie Bürger" fordert.
Die deutsche Verkehrspolitik muss unbedingt unter den Gesichtspunkten
nachhaltiger Entwicklung geschehen,
was bisher meist noch immer vollkommen vernachlässigt wird,
unter anderem auch durch die vielen Lobbyisten
in der Autoindustrie.

Deshalb muss mehr Geld in den öffentlichen Verkehr fließen
und nicht immer nur in den Ausbau noch mehr Straßen.
Die gesamte Verkehrsleistung wird von 1999 bis 2015
um 25 % laut bayrischem Verkehrswegeplan zunehmen,
hier muss man jetzt schon dringend gegen steuern,
optimierte Auslastung der Lastwagen, weniger Leerfahrten,
mehr Werbung für regionale Qualitativ hochwertige langlebige Produkte.
Was Länder selber produzieren können sollten sie auch zu allererst im
eigenen Land verbrauchen,
nur nicht subventionierte Überschüsse dürfen Exportiert,
bzw. nicht im eigenen Land ausreichend erhältliche Zertifizierte
Qualitätsproduckte sollten begrenzt eingeführt werden.
Das würde
Helfen den Schwerverkehr erheblich zu vermeiden
und die Umwelt, den Resurcenverbrauch und somit dem Klima
und uns Menschen erheblichen Erleichterungen und Nutzen bringen.

Mit welchem Öl Preis wurden diese Zunahme des Verkehrs berechnet,
für die dritte Startbahn am Münchner Flughafen wurde ein Barrel Preis
von 40 Dollar angenommen,
140 Dollar kostete das Rohöl im Sommer 2008.
Ein vierspuriger Ausbau mit zwei Sicherheitsstreifen ist Zeitgemäß,
denn in Zukunft wird der hohe Energiepreis die Mobilität ohnehin
stark eingrenzen, und man wird sich wieder auf Regionale
Wirtschaftskreisläufe orientieren, denn aus der Finaz, Wirtschaftskrise
werden Vernünftige Politiker und Wirtschaftsbosse sicherlich etwas lernen.

Bei einem sechsspurigen Ausbau würde der Verkehr auch während der Bau Zeit
ungehinderter fließen.
Das darf nicht der Grund für einen unnötigen Flächenverbrauch sein,
vor dem viele Bürgerinitiativen und Umweltverbände berechtigter Weise warnen.


Die sechsspurige Autobahn + zwei Standstreifen muss langfristig gewartet werden,
die Kosten dafür müssen kommende Generationen tragen,
die jetzt schon auf vernünftige Schulkonzepte verzichten müssen weil
angeblich die Gelder dafür nicht vorhanden sind.
Ist das Zukunftsweisend???

Mit dem jetzigen Bauabschnitt wird der Flaschenhals
und damit der Stau nur wieder ein Stück weiter verschoben,
in Richtung Österreich z.B. vor die Tunnels,
je nach dem ob der Verkehr geteilt nach Wien oder in Richtung Villach fährt.
Mit jedem Euro,
der jetzt für die sechsspurigen + 2 Standstreifen Vollausbau gebraucht wird,
sinkt die Möglichkeit, an dieser Verkehrssituation etwas zu ändern,
weil es immer teurer wird und das Geld vordringlich anderweitig gebraucht wird.

Wir sollten uns auch von dem Mechanismus lösen, nur zu bauen,
wie´s gerade einen Zuschuss gibt.
Der Rechtsanspruch auf einen optimalen Lärmschutz
nur bei einem Sechspurigen Ausbau gehört der Vergangenheit an,
denn Laut einem Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages
löse auch der Anbau eines durchgehenden befahrenen Standstreifens,
also 4 Spuren + zwei Standstreifen diese Lärmvorsorge aus.
Die in Spitzenzeiten zuschaltbaren Standstreiffen sind eine eindeutige
Kapatzitätserweiterung, die Technik ist bereits erprobt.
"das Systhem ist kameraüberwacht, erkennt automatisch,
wenn der Standstreifen beispielsweise durch ein Pannenfahrzeug blockiert wird
und sperrt dann den Standstreifen wieder.
Damit ist der Standstreifen für Rettungsfahrzeuge wieder frei.


Es muss zuerst geprüft werden, welche Belastungen,
finanziell und ökologischsich sich bei dem Vollausbau
für die Zukunft ergeben und ob der Bau dann noch Sinnvoll ist.
Bzw
. die höheren Instandhaltungskosten bezahlbar bleiben.
Natürlich sollte man die Kosten dem mündigen Bürger nicht vorenthalten.

Bei mehreren Sommern wie 2003 mit über 30 Grad in der sich die heiße Teerdecke
stark verformt und rießig wird bekommen wir im
darauf folgenden Winter durch Frostschäden ganz erhebliche Schäden
mit unglaublichen Reparatur Kosten.
Für unser insgesamt Marodes, reparaturbedürftige's bestehendes Straßennetz
werden unmengen an Gelder benötigt
um es im verkehrssicheren Zustand halten zu können.

Wie viele Stau Wochenenden gibt es?
Wie viele davon werden durch Unfälle wegen zu hoher Geschwindigkeit erzeugt.
Schließlich werde es mit einem höheren Verkehrs aufkommen wie es beim immer weiter so
Entsteht, früher oder später zur gleichen Situation kommen,
wenn man sich nicht wirklich darüber Gedanken macht,
wie man die Ursachen für den Verkehr auf der Strasse reduzieren kann.
Braucht man den Ausbau nur für den Überregionalen Schwerverkehr???
"Ständiges Wachstum ist nicht die Lösung,
sondern Teil des Problems, in dem sich unser Wirtschaftssystem befindet".
Die heilige Kuh "Wirtschaftswachstum" muß Skeptisch betrachtet werden.

Es ist immer schwierig,
aus den Vorlagen herauszulesen, wie viel ein Bauwerk letztlich kostet,
Transparenz der Kosten auch wenn man den Zuschuss abzieht, bzw.
den Zuschuss mit ein berechnet.
Dies wäre sehr hilfreich zum für und wieder einer Argumentation.
Unverständlich ist auch der Unsinn das Lärmschutzwände nur bei
einem sechspurigen Ausbau von Bund mitfinaziert werden.

Die grundsätzliche Anerkennung der Ziele nachhaltiger Entwicklung
durch die Bundesrepublik erfolgte mit der Verabschiedung der Inhaltsangabe "Deklaration"
zu Umwelt und Entwicklung und der Agenda 21 auf der Konferenz für Umwelt
und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro.
Mit der Agenda hat man einen guten oder richtigen Unterbau
für nachhaltige Argumentationen.


Die Transportleistung des Güterverkehrs wird sich,
gemessen in Tonnen Kilometern,
von 1999 bis 2015 in Bayern voraussichtlich um 60 % erhöhen.
Die starke Zunahme der gesamten Transport Leistung beruht auf einer Zunahme der
Gütermenge um 27 % und einer Zunahme der Transportweite um 26 %. Der
innerbayerische Verkehr und der Verkehr mit der übrigen Bundesrepublik wird
mit 27 bzw. 29 % relativ gering zunehmen. Die größte Dynamik kommt vom
stark wachsenden Außenhandel. Der grenzüberschreitende Güterverkehr, der
von Bayern ausgeht oder nach Bayern kommt, (wenn wir so weitermachen wie bisher)
wird voraussichtlich um 74 % zunehmen, der Transit,
der Bayern durchquert, um 87 %.
Die prognostizierte Entwicklung des Güterverkehrs
nach Verkehrsträgern ist in Kapitel 5 dargestellt.

Durch eine Staffelung der Mautgebühren könnte man den LKW Wahnsinn in Europa
Zeitlich, in Verbindung mit einem Lärm reduzierenden Tempolimit besser Verteilen.
Ein Pilotprojekt wäre ein guter Versuch und würde mehr praxisnahe Klarheit bringen.

Schon jeder fünfte Autobahntote bundesweit geht auf das Konto von Lkw Unfälle
im Schwerlastverkehr.

Schon ein einziger Brummi belastet die Straße etwa so stark wie 160000 Pkw.

Nach wie vor bringt es Profit, Krabben aus der Nordsee per Kühlwagen zum Pulen
vorübergehen nach Marokko zu chauffieren, nur ein Beispiel von vielen.

Wir müssen versuchen endlich die
Wirtschaft der schwerfälligeren Bahn anzupassen,
dazu müssen wir in den Ausbau der Schiene kräftig und möglichst schnell investieren.
Es darf nicht nur der schnelle Gang an die Börse priorität haben.
Unser ganzes Wirtschaftssystem sollten wir "langsam Beginnen" zu Entschleunigen,
Just in Time war gestern.

Gegen ein Tempolimit auf Autobahnen sträubt sich die Autoindustrie seit Jahren,
Moderne Verkehrsleitsysteme werden viel zu langsam installiert.

(http://www.magistrale.org), bleibt es so, wie es ist bzw.
wie der Bundesverkehrsminister Tiefensee (SPD) vor der SPD- Regional-
Konferenz im Jahr 2007 in Mühldorf gesagt hat:
Bahnausbau - München - Mühldorf - Salzburg (– Wien) Erst,
wenn wirklich nötig, wann Bitte soll das den sein?
(Fertigstellung des Brenner-Basis-Tunnels;
auf keinen Fall vor 2015).