|
Weitere
Hochwässer an der Salzach
13-14.Juni
1959
13.August
1959
8.-12.Juli
1954
10/11
August 1970
2.August
1977
19/20
Juli 1997
8.August
2002
12.August.2002 Jahrhunderthochwasser
11-12.Juli 2005 fünfjähriges Hochwasser
12.-13
August 2002 Höchststand gegen 4°° in Tittmoning
sogenanntes Jahrhunderthochwasser.
Der höchste Pegelstand wurde in Laufen gegen 20°° mit 8,65
gemessen.
Ab neun Meter Wasserstand wird es für die Altstadt von Laufen kritisch.
Am Dienstagmorgen ging der Wasserstand schnell zurück,
bereits gegen 8°° Uhr lag der Pegel in Laufen nur mehr bei 6,35
Meter.
Wetterlage
Am 6.08.2002 verlagert sich das bisher wetter bestimmende Tief
von Frankreich zu den Alpen.
Im Mischungsbereich der warmen Mittelmeerluft im Osten
und kühler Meeresluft im Westen entwickelte sich über dem östlichen
Südbayern ein ausgedehntes und extrem intensives Regengebiet.
Vom Nachmittag des 6. bis zum Nachmittag des 7. fielen
insgesamt 110,6 Liter regen pro Quatradmeter.
Vom 8. bis zum 10 stellte sich schwacher Zwischenhocheinfluß ein.
Bei einem gemisch aus Wolken und Sonne lagen die Temperaturen
zwischen 20 und 25 Grad.
In der Nacht auf den 11. August gelangte Südbayern in den Einfluß
auf ein neues Tief
über Oberitalien.
Heftige Regenfälle führten zunächst in Badenwürttenberg
und dem westlichen Bayern zu Überflutungen.
Das Mittelmeertief zog am 12. über die Alpen nach Tschechien.
Dadurch verlagerte sich der Schwerpunkt der Starkniederschläge
nach Ostbayern, Salzburg und Oberösterreich.
Die Niedeerschlagsmengen waren extrem,
zum teil wurden neue Rekordwasserstände der Flüsse verzeichnet.
Ab dem 13 beruhigte sich das Wetter in Südbayern.
Zwar zeigte sich der Himmel zunächst meist bewölkt,
doch blieb es überwiegend trocken.
Bei nur 11 Regentagen im August gab
es die außergewöhnliche Regenmenge von 314,4 mm
Bemerkenswert war der niedrige Luftdruck,
er lag bei 1014,4 Hectopascal
(Maximum mit 1020,6 Hp am 14,;
Minimum mit 998,6 Hp am 12.)
Ein
kaltes Höhentief über der Nordsee verlagerte sich vom 6.7. auf
den 7.7.1954
sprunghaft in den bayerisch-österreichischen Alpenraum
und bildete hier ein neues Zentrum,
das für die nächsten Tage stationär und somit wetter bestimmend
war.
Der Kaltlufteinbruch war von heftigen Gewittern und
Starkniederschlägen sowie von einem großen Temperatursturz
begleitet.
Die Nullgradgrenze sank unter 1000 m Höhe und
es schneite zeitweise bis um 600 m Höhe.
Besonders die intensiven Starkniederschläge am 7.7.1954 und 8.7.1954
ließen die Bäche und Flüsse rasch ansteigen.
Es kam zu großen Überschwemmungen,
die sich durch die nachfolgend anhaltenden Niederschläge zur größten
Hochwasserkatastrophe des 20. Jahrhunderts
im bayerisch-österreichischen Donauraum entwickelten.
Das Hochwasser (12 Juli 1954) bewirkte an der Salzach in Tittmoning
einen Dammbruch kurz vor der Salzachbrücke
bei Ettenau gab es mehrfache Dammbrüche.
|
|