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Extensive Dachbegrünung

Unter Extensivbegrünung wird eine naturnahe Bepflanzung
bezeichnet,
die mit geringen Substratdicken von 3 bis 5 cm und ohne Wasser
und Nährstoffzufuhr auskommt.
Sie bildet eine dauerhafte, geschlossene Pflanzendecke.
Die Gewichte betragen weniger als (160kg/m²).
Die Vegetation besteht aus dürreresistenten,
frostharten Moosen, Sukkulenten,
Kräutern oder Gräsern unterschiedlicher Zusammensetzung,
die ohne Pflege auskommen und sich an die Bedingungen
des Extremstandortes anpassen können.
Das bedeutet, dass die pflanzen
sehr regenerationsfähig sein müssen.
Aus diesem Grunde werden fast ausschließlich Wildpflanzen verwendet.
Ein überzeugendes Argument für die Begrünung
von Dächern ist u.a.
der wissenschaftlich gesicherte Nachweis der hohen Wasserretention.
Umfangreiche unabhängige Studien über die Vegetationsformen
auf Gründächern belegen zweifelsfrei,
dass Dachbegrünungen entscheidend für den Ausgleich
bei Eingriffen in die Natur,
entsprechend dem Naturschutzgesetz beitragen können.
Bei der Kräuterwiese handelt
es sich um eine Kraut-Begrünung,
die sich aus verschiedenen trockenresistenten Pflanzen zusammensetzt.
Dazu gehören niedrigwachsende Sedum-Arten und blühende Kräuter.
"Fetthenne" (Sedum) besitzen dicke,
wasserspendende Blätter und hübsche, sternförmige Blüten.
Einige der niedrigen
Sedum-Arten sind ausgezeichnete Bodendecker,
die Durststrecken problemlos überstehen
und sich gut zur Dachbegrünung eignen.
Die höheren, im Spätsommer und Herbst blühenden
Sedum-Arten und Sorten bringen zu einem Zeitpunkt Farbe und Abwechslung
in den Garten, wenn viele Pflanzen schon verblüht sind.
Diese Begrünung bildet einen
dauerhaften
und dichten Pflanzenteppich mit einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt.
Die Einbringung ist bei Frostfreiheit jederzeit möglich.
Viele Städte, Großstädte wie Kleinstädte,
und der Straßenbau
hindern die Verbreitung von Pflanzen und Tieren.
Auf Autobahnen sind Sie vielleicht schon einmal unter
einer begrünten Brücke hindurchgefahren
auch eine Form von Dachbegrünung.
Der Aufbau gründet auf das selbe System wie die
Dachbegrünung
und bietet den Tieren eine Übergangsmöglichkeit.
In der Stadt wird diese Rolle übernommen von den Dachgärten,
die sich über die Stadt verteilen als kleine, grüne Inseln.
Die Dachbegrünungen sind daher eine ökologisch
hochwertige Vernetzung
der Umwelt mit unseren Lebensräumen.
Dachbegrünungen sind ein neuer Lebensraum für
Pflanzen und Tiere in unseren versiegelten Städten,
ausgleich für die durch Bauvorhaben verlorene Natur.
Regenwasserrückhalt
Das Wasser wird zeitverzögert abgeführt und
mindert Niederschlags-Abflußspitzen.
Die Hochwasser-Gefahr für Flüsse und Bäche sinkt.
Weniger Wasser kommt in die Abläufe und so können Rohrleitungen,
Kanäle und Überlaufbecken kleiner dimensioniert werden.
Der
Großteil des Wassers bleibt im natürlichen Wasserkreislauf
und kommt so auch der Umwelt zugute.
Der natürliche Grundwasserspiegel wird weniger abgesenkt
und der Bodenwasserhaushalt wird nicht gestört.
Um der Austrocknung vorzubeugen, sehen Begrünungssysteme
für
Flachdächer deshalb eine besondere Dränschicht zur Ableitung
von überschüssigen Wasser und auch eine künstliche Anstaubewässerung
vor.
Durch ein spezielles Vlies wird die Dränschicht
vom Substrat getrennt.
Diese Ausführung ist naturgemäß
wesentlich aufwendiger
als die für schwach geneigte Dächer.
Darüber hinaus ist sie nicht immer förderlich
für das Pflanzenwachstum,
da die Pflanzen deren Wurzeln durch das Vlies wachsen,
stark strapaziert werden.
Diese Wurzeln stehen zuweilen wie
bei einer Hydrokultur im Wasser,
öfters aber wie Luftwurzeln im Trockenen.
Durch die Begrünung wird die
Dachhaut zu jeder Jahreszeit
vor mechanischen Beschädigungen, Witterungseinflüßen
und extremen Temperaturschwankungen
geschützt und der Alterungsprozess verzögert.
Die Dachdichtung hält länger, weil sie vor
schädlicher UV-Strahlung,
Schlagregen, Schnee, Hagel,
temperaturbedingten Spannungen geschützt ist.
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