Den
größten Energiespeicher stellt die Natur.
Pflanzen sind Sonnenkraftwerke mit einem Wirkungsgrad,
von dem Ingenieure nur träumen können.
Eine Kuh wächst deshalb fast kostenlos,
lediglich gepäppelt von der in Gräsern gespeicherten Solarenergie.
Die
heute verbreitete Form der intensiven Landwirtschaft
stellt dieses ökonomische Prinzip auf den Kopf.
Für
die 10.000 Kilo joule, die etwa ein Amerikaner pro Tag verspeist,
wird von der Landwirtschaft das Zehnfache an fossiler Energie verpulvert
-
durch den Einsatz von Maschinen, Kraftstoff, Pestiziden,
Düngemittel und den Anbau von Feldfrüchten auf dafür ungeeigneten
Böden.
Für jede Kalorie, die Rindfleisch
aus Massentierhaltung liefert,
gehen hierzulande mehr als 30 für Kunstlicht,
Klimatisierung und Kraftfutter verloren,
das oft auch noch aus Übersee herbeigeschifft wird.
Nur
im Treibhaus gezogenes Gemüse verschlingt noch mehr,
nämlich das 500fache der Energie,
die schließlich in den geernteten Früchten steckt.
Die Vergeudung könnte dadurch eingedämmt werden,
wenn Bauern Rinder wieder wie früher auf der Weide hielten.
Doch der Wirrwarr bei den Förderprogrammen
der Europäischen Union
unterstützt eine gezielte Extensivierung bisher kaum.
Zwar geht bei Extensiver Weidehaltung der Fleischertrag
pro Hektar um die Hälfte zurück.
Doch dieser Verlust wäre eher ein Gewinn,
verschwindet doch bislang ein Fünftel
der europäischen Rindfleischproduktion in Kühlhäusern,
um hernach hochsubventioniert
auf dem Weltmarkt verschleudert zu werden.
Eine
Umstellung von Massen-
auf Weideviehaltung ließe auch die Güllefluten versiegen,
die von den Äckern in Europas Flüsse sickern
und im Meer die Nährstoffkreisläufe schädigen.
Ein alter
Schlager; einfach so für sentimentale Leser...!!!