"Genetik"
- abgeleitet vom griechischen "genos" = Abstammung,
Geschlecht, Gattung...!!!
Was
auf den Äckern in der weiten Welt geschieht,
hat Einfluss weit über die bewirtschafteten Felder hinaus,
auf Trinkwasser und Atemluft,
auf Artenvielfalt und soziale Gerechtigkeit,
auf das Klima und die blühende Schönheit von Landschaften.
Erfahrungen Weltweit belegen,
dass die Bauern bei Verwendung von Gentecknik Saatgut
auf die Dauer nicht weniger Spritzmittel sondern mehr
und giftigere Mittel benötigen,
mit all den damit verbundenen Mehrkosten für die Betriebe.
Die Koalition unter Bundeskanzlerin
Angela Merkel hat klar gemacht,
dass sie der Gentechnik in Deutschland auch
gegen den Willen der VerbraucherInnen
und LandwirtInnen zum Durchbruch verhelfen will.
In
der Viehzucht soll durch Gentechnik das Wachstum
der Tiere beschleunigt werden,
um höhere Erträge erzielen zu können.
Die
Folgen führen zu einer erhöhten Stress und Krankheitsanfälligkeit,
was wiederum zu einem vermehrten Einsatz von Antibiotika führt.
Protest
gegen geplante EU-Richtlinie
zur gen technischen Verunreinigung von Saatgut sind nötig.
"Die Gentechnik darf nicht
durch die Hintertür
in die EU eingeführt werden."
Die
CSU in Bayern gab sich (2008)
kurz vor der Landtagswahl und (2009) vor der Bundestagswahl
eher gentechnikkritisch.
Doppelmoral
"Vor der Bundestagswahl
verbietet sie den Genmais Mon810,
nach der gewonnen Wahl kippt ihre Meinung zugunsten der Gen-Lobby."
Die Maissorte MIR604 der Firma Syngenta kann kurz
nach der Wahl
nun auch in die Europäische
Union importiert und dort vor allem in Futtermittel verarbeitet werden.
"Danke Ilse Aigner" November 2009...!!!
In Wirklichkeit rollt die Bundesregierung
Monsanto
und den anderen Konzernen auf den Staatsgütern
den roten Teppich aus.
Seit
kurzer Zeit und unbedacht von den Weltmedien
ist Ackerland ein attraktiver Rohstoff
in den Augen der globalen Großinvestoren geworden.
Nachdem die Getreidepreise zeitweise in den Himmel schossen
und Hungeraufstände in verschiedenen Ländern der Welt ausbrachen,
machen sich die Zukunftsweisen Gedanken darüber,
wie lange das Ackerland die wachsende Weltbevölkerung ernähren
kann.
Der Gedanke, dass Konzerne,
Großinvestoren und Spekulanten die Hand
auf Grundnahrungsmittel der Menschheit legen,
ist beängstigend.
Es ist nicht davon auszugehen,
dass damit moralischer und verantwortungsvoller umgegangen wird
als mit den Vermögenswerten.
Die Folgen einer ungebremsten Profitgier
auf diesem Sektor erleben wir gerade.
"Wenn
wir jetzt nicht handeln, ist die Chance verspielt,
die sogenannte grüne Gentechnik unter Kontrolle zu halten."
In
der Pflanzenzüchtung trägt die Gentechnik
zu verstärkter Industrialisierung und Technisierung bei:
Pflanzen
werden gezielt an Maschinen und bestimmte
Pflanzenvernichtungsmitteln angepasst.
Dies alles geht jedoch zu schnell,
um die möglichen Konsequenzen die langfristig entstehen werden,
genauer zu prüfen.
Beispiel: Soja Monokulturproduktion
in Argentinien
Nur
mit sehr vielen Ackerchemikalien kann die Monokultur
Bewirtschaftet werden.
Dort wo Schulen und ganze Dörfer mit immer mehr Insektiziden
in Berührung kommen,
beobachten Ärzte eine Zunahme von Krankheiten
und Missbildungen bei Neugeborenen.
Gleichzeitig
begünstigt der Masseneinsatz von
Totalherbiziden die Entstehung unerwünschter
Resistenzgene bei Unkräutern.
Die vier am meisten Entwickelten
Gen Sorten,
Baumwolle, Mais, Raps und Soja machen 99%
der manipulierten Gewächse aus.
"Und
diese Sorten sind sicherlich nicht für die Kleinbauern in Armen
Ländern bestimmt.
Mit diesen technologischen Möglichkeiten
wird man bei der
Hungerbekämpfung nicht recht erfolgreich sein.
Die
Gewinner werden wenige industriellen Konzerne
und die Rendite
orientierte Finazindustrie
an den Warentermin Börsen sein,
die keine Skrupel kennen.
Wo bleiben die Reaktionen von
Aufsichtsbehörden,
es wird Zeit für eine Weltweite ethische Diskussion,
der Kapitalismus frisst sich sozusagen selber auf.
Sojamonokulturen
haben bzw. in Argentinien die mühsam gewachsenen
bäuerlichen Strukturen zerstört
Landflucht und Armut sind die Folgen für die Landbevölkerung.
Die neuen Pflanzen sind vor allem
dann ein gutes Geschäft
wenn sie Globale Märkte bedienen
und auf großen gleichförmigen Flächen wachsen.
Lokale
Sorten von Reis und Weizen, Kuhbohnen, Hirse und Tef
sind wichtige Feldfrüchte der Armen.
Den Ertrag von Planzen gen technisch zu erhöhen ist so kompliziert
das es die meisten Genforscher bisher nicht einmal versucht haben.
Die südafrikanischen Behörden
untersagten
bereits einen ersten Gewächsversuch mit der Super-Hirse.
Die Begründung, zu gefährlich für die Umwelt...!!!
Diese
bedenkliche Entwicklung ist für den Öko - Landbau
eine existentielle Bedrohung.
Ein
weiteres bedenkliches Ziel der Gentechnik
ist die Erfindung von Pflanzen,
die Schadinsekten abwehren oder vernichten sollen.
Die
Hoffnung der Pflanzenschutzmittel Industrie,
ein Biogift in der Pflanze treffe nur Schadinsekten,
wurde widerlegt:
Auch Nutzinsekten wie z.B.
Marienkäfer, Bienen und Florfliegen werden geschädigt.
Zudem
treten durch großflächigen Anbau dieser Genpflanzen
zunehmend Resistenzen bei den Schadinsekten auf.
Da weltweit immer weniger Pflanzensorten verwendet werden,
geht auch die Artenvielfalt unserer Nutzpflanzen zurück.
Die
alleinigen Gewinner sind dabei nur einige Großkonzerne,
deren Gewinnhunger und deren tötliche Gier nicht zu stillen ist.
Bei Misserfolgen mit den Ernten bleiben die Bauern
mit ihrem Problemen und Schulden für teueres Saatgut
ohne Hilfe, Weltweit von Peru bis Vietnam.
Die
zukunftsorientierte kleinbäuerliche Landwirtschaft
sowohl bei uns als auch in der " Dritten Welt "
gerät dadurch unter verstärkten Konkurrenzdruck
gegen die Spekulationen an der Warenterminbörse
deren Manager mit Wetten zu Welternährungslage Gewinne machen.
Hier findet man auch die Mitschuldigen der
globalen Lebensmittelpreiskrise.
Wenn die Bauern der Welt nur
noch genormtes,
patentiertes Saatgut verwenden dürfen,
bedeutet dies eine große Gefahr für die Zukunft der Welternährung.
Die Bundesregierung wird den
Landwirten
bis auf weiteres keinen Zugang zu gentechnisch
veränderten Pflanzen genehmigen,
so hieß es in den 90iger Jahren einmal.
Zunächst
werde man die Risiken der Anwendung von Gentechnik
in der Landwirtschaft genau untersuchen lassen, sagte Gernot Schubert,
zuständiger Referatsleiter im Gesundheitsministerium zum Abschluss
eines Kongresses von Gentechnik-Kritikern in Köln. 10.09.2000
(2004)
Mitlerweile nehmen die Freilandversuche
in ganz Deutschland immer mehr zu!
Im
Großversuch wird in Sachsen-Anhalt
an 29 Stellen genveränderter Mais ausgesät.
Auch mit genverändertem Weizen
werden entsprechende Versuche in Sachsen-Anhalt durchgeführt.
Diese
Politik ist unverantwortlich und rücksichtslos.
Niemand kann die Folgen dieser
Eingriffe ins Erbgut wirklich überschauen, da niemand weiß,
an welcher Stelle im Erbgut die neue Gensequenz eingebaut wird.
Es ist auch nur eine Frage der Zeit,
bis sich die genveränderten Pollen weiter in der Natur
verbreiten würden.
Auch
aus ökologischen Gründen ist die Erzeugung von
Bt-Insektengiften in Pflanzen ein falscher Weg, da die Maiszünsler
in
wenigen Jahren gegen das Insektizid Bt immun sein werden.
Ökolandbau
hilft Armen!!!
Das
Hauptargument der Gentechnik-Befürworter lautet:
„Gen-Landwirtschaft kann den Hunger besiegen“.
Dieser Mythos wurde jetzt zerstört.
Denn genau das Gegenteil ist der Fall:
Der
ökologische Landbau kann die Menschen ernähren.
Zu diesem Ergebnis kamen die Experten auf einer Tagung von Hilfswerken
wie Misereor und verschiedenen Umweltverbänden.
Demnach könne vor allem in den armen Ländern Afrikas,
in Indien, China und Indonesien
der Öko-Landbau die soziale Situation verbessern.
Die Bio-Landwirtschaft kann im
Süden mehrere Probleme gleichzeitig lösen;
Die Ernährungslage ganzer
Länder kann entscheidend verbessert werden,
Böden und Wasser werden geschont,
Tiere bleiben gesund und die Artenvielfalt erhalten.
Gentechnikfreie
Regionen wachsen ständig
Die Erfahrungen zeigen,
dass sich viele Probleme der landwirtschaftlichen Produktion
auch ohne Gentechnik lösen lassen.
So können etwa durch die Einhaltung der Fruchtfolge
und konsequentes Mullchen und Pflügen
Schädlinge wie der Maiszünsler wirkungsvoll bekämpft
werden.
Herkömmliche
Züchtungsmethoden
haben außerdem bereits widerstandsfähige Sorten hervorgebracht,
die den Gen-Pflanzen in nichts nachstehen.
80 Prozent der europäischen Bäuerinnen
und Bauern wollen deshalb auch weiterhin ohne Gentechnik auskommen.
Viele konventionelle und ökologische Landwirtinnen
und wirte haben sich in gentechnikfreien Regionen zusammengeschlossen.
In der EU gibt es bereits 236 Regionen dieser Art.
Ein Großteil
dieser Zonen befindet sich in Deutschland:
139 sind es mittlerweile. (2008)
In Brandenburg haben Bäuerinnen und Bauern
in den Regionen Fläming, Märkisch-Oderland, im Spreewald,
Stechlin-Ruppiner Land und Uckermark-Barnim beschlossen,
ganz auf Gentechnik zu verzichten.
Sie
beharren auf das Recht der regionalen Selbstbestimmung
und widersetzen sich Plänen,
diese Risikotechnologie weiter auszubauen,
ohne das die negativen Folgen der Gensaat in anderen Ländern
ausreichend berücksichtigt worden sind.