
Wenn
der Ölpreiss steigt sind jene Produkte im Vorteil,
die vor Ort hergestellt werden.
"Der regionale Wirtschaftskreislauf wird enorm gestärkt".
Das gilt besonders für Nahrungsmittel,
die verstärkt aus heimischer Produktion angeboten werden.
Günstiger für die Verbraucher wird´s deshalb leider
nicht werden.
Eines
meiner wichtigsten Anliegen, ist der Schutz der natürlichen
Lebensgrundlagen, herbeigeführt durch eine Stärkung
der bäuerlichen Landwirtschaft, ohne bzw. nur
geringster Mengen chemischer Düngemittel und schädlicher Pestizide!
Eine generelle
Umkehr zu einer naturnahen,
ökologisch betriebenen Erzeugung in regionalen Bauernhöfen ist
das Rückrad unserer
heimatlichen Umwelt.
"Wer weiter denkt - kauft näher ein"
Wenn möglich sollten wir immer versuchen nur gentechnikfreie
Lebensmittel zu kaufen,
denn wenn die Gentechnik überhand nehme,
würden unweigerlich die für unsere Gegend charakteristischen,
klein strukturierten Betriebe verschwinden,
weil die Gentechnik nur für große und großflächige
Betriebe konzipiert sei.
Kehren
die Tante Emma Läden nun doch wieder
in die großen Innenstädte zurück?
War früher der regelmäßige
Großeinkauf im Riesensupermarkt
am Stadtrand an der Tagesordnung,
zieht es viele Kunden wieder zurück in die Innenstädte:
"Zum einen ist die Kaufkraft 2007 vorrübergehend gestiegen,
so dass die Kunden für ein bisschen mehr Bequemlichkeit
und Service auch mehr zahlen können".
Zum anderen ist die private Zeit wichtiger geworden.
Der Unsinn, in riesigen Supermärkten zwischen
25 Sorten Klopapier auswählen zu können,
reicht vielen Konsumenten.
"Die
Uniformierung,
die die Kunden in den großen Lebensmittelmärkten erleben,
langweilt viele inzwischen".
Wird
es bald mehr der modernen
Tante-Emma-Läden "Spar
Express"Shops geben...???
Das Konzept der kleinen,
überschaubaren Läden könnte funktioniert.
Natürlich nur wenn die Kaufkraft erhalten bleibt...
2008 sieht es Weltweit wegen gestiegener Energie und allgemeinen Kosten
damit wieder eher schlechter für Bio Lebensmittel aus.
Pflanzenfett statt Kuhmilch,
gepresstes Eiweiß statt Fisch, Geschmacksverstärker statt
Meerrettich:
Immer mehr Lebensmittelhersteller sparen 2009 an den Zutaten
ohne dass der Verbraucher es merkt.
Eine Liste der Verbraucherschutzzentrale Hamburg nennt die Plagiatoren.
Eine
neue Chance für Qualitätsproduckte verschiedenster Art...!!!
Der
nächste wahrscheinliche Schritt ist
der Einkauf per Internet.
Die Ware kann nicht nur geliefert,
sondern auch rund um die Uhr an bestimmten
Standorten abgeholt werden.
Das wird dann wieder eine Anonyme Massenware sein.
Bio-Ernährung ist nicht
nur gesund und ökologisch sinnvoll,
sie scheint noch weit ungeahntere Auswirkungen auf unseren Körper
zu haben,
als wir vermuten.
Durch die industrielle Nahrung
ist unsere natürliche Appetitregelung
anscheinend verlorengengegangen,
deswegen kämpfen auch soviele Menschen mit den Pfunden,
mehr oder weniger erfolgreich und vor allem freudlos.
Durch Austausch der gewohnten Lebensmittel
von konventioneller durch Bio-Qualität,
scheint das natürliche Gespür allmählich wieder zurückzukommen.
"Krankheiten
fallen nicht einfach vom Himmel.
Sie sind vielmehr das Resultat
all der kleinen Sünden,
die wir täglich begehen."
Haben Sie schon einmal von Stevia gehört?
Das dürfte sich in den kommenden Monaten
2010 ändern.
Schließlich geht es um nicht weniger als eine Revolution
in der Lebensmittelindustrie.
Bei
Stevia handelt es sich um einen Süßstoff,
der es in sich hat.
Seit Jahrhunderten nutzen die Indianer im Grenzland
zwischen Brasilien und Paraguay eine Pflanze namens "stevia rebaudiana",
auch Honigkraut genannt, als Süßungsmittel.
Die Blätter werden im Vergleich
zu Rohrzucker als 30-mal süßer empfunden,
das extrahierte, reine Steviosid ist rund 300-mal süßer.
Ein weiterer in der Pflanze entdeckter Stoff ist Rebaudiosid A,
er soll sogar noch süßer sein.
Der
besondere Reiz dieser Süße liegt darin,
dass der Mensch sie zwar schmeckt, der Körper sie aber kaum verarbeitet.
Mit anderen Worten:
Stevia ist ein fast kalorienfreier Süßstoff.
Bio-Produkte
Beim
Einstieg grosser Handelsketten muß auf die Stärkung regionaler
Bio-Produkte im Handel besonders Wert gelegt werden.
Die regionale Verankerung soll auch bei einer Weltmarktorientierung
immer im Vordergrund stehen und deshalb besonders gestärkt werden.
Einige Supermarktketten haben
in den letzten Jahren
verstärkt auch Bioprodukte in ihr Sortiment aufgenommen.
Das wollte
die Bundesministerin für Verbraucherschutz,
Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast,
schon in ihrer Amtszeit ändern und hat viele richtige Schritte eingeleitet.
Sie holte die Bio ("Öko")
Lebensmittel verstärkt in die Supermärkte.
Doch Bio ist nicht gleich Öko.
Was hat es schließlich mit Umweltschutz zu tun,
einen Südafrikanischen Bioapfel rund um die Welt auf heimische
Bio Märkte
zu transportieren.
Müssen
Biomärkte unbedingt Treibhauserdbeeren im Winter anbieten?
Der einst so homogene kleine Biomarkt ist durch die
schnelle Nachfrage nach Bioproduckten undurchsichtig und
zersplittert worden.
Nun zittern viele Bioanbieter
vor einem richtig
großen Skandal in der wachsenden Bio Branche.
Nur
die Glaubwürdigkeit an ihre Produkte
führt auch weiterhin zu ihrem Erfolg und rechtfertigt die Preise.
Die
Bilder von Rindern im Wahn und verendetem Geflügel,
von Gammelfleisch und unwürdigen Tiertransporten
haben sich ins Gedächtnis der Verbraucher eingebrannt.
Dann waren da ja noch der gepanschte
Wein, Mau und Klauenseuche,
Vogelgrippe sowie zuletzt die Schweinegrippe
diverse Schadstoffe und gentechnisch veränderte Lebensmittel.
Genutzt hat das vor allem den Herstellern und Händlern von Bioprodukten.
Die Nachfrage nach Lebensmitteln aus ökologischer Produktion
ist seit 2006
so groß wie noch nie.
Zur
Zeit kommen immer mehr Bio Lebensmittel aus dem Ausland,
weil der deutsche Markt schon teilweise leergekauft ist.
Lidel holt seine Bio Milch aus Österreich und Dänemark.
Der Verbraucher erwartet eigentlich regionale Bio Produkte.
Die Globalisierung der Warenströme trift
nun auch auf die Biobranche
mit all ihren auch wohlbekannten negativen Nebenwirkungen.
Die in naher Zukunft geöffneten Märkte
der aufstrebenden
Entwicklungsländer müssen Selbstverständlich
auch den zumindest
europäischen Qualitätsstandarts entsprechen.
Den Verbrauchern geht es heute in erster Linie nicht
mehr
um ein Wirtschaften und Konsumieren im Einklang mit der Umwelt,
sondern um das Gefühl,
ein qualitativ hochwertiges Produkt gekauft zu haben.
Der
ursprüngliche Gedanke der Ökobewegung
ist der neuen Bioladen-Kundschaft eher fremd.
Bio ist heute teilweise Trend,
Lohas (Lifestyle of Healt and Sustainability):
Lohas gehören zu innovativen und kaufkräftigen
Zielgruppe
mit großer Distanz zum Körner und Verzichtsimage
der früheren Ökobewegung.
Lohas tragen Gucci, Dolce & Gabbaner statt Selbstgestricktes und
haben einfach Freude an wertebewusstem gesunden Konsum.
"So
hat die Konsumgesellschaft ihre Kritiker gefressen"
Mit Shopping wollen die Lohas die Welt verbessern.
Sie kaufen Biolebensmittel, Naturkosmetik und Etik-Mode
und setzen darauf mit ihrer Nachfrage den Markt zu verändern.
Hin zu mehr Ökologie.
Ökoprodukte
stimulieren hoffentlich ein Ökobewusstsein.
Dennoch müssen wir uns im Kopf Konsumschranken
setzen,
den auch Ökokonsum ist Konsum,
der nur in streng begrenztem masse Zukunftsfähig
und weitestgehend Klimaverträglichl ist.
Für
eine zunehmend
Gesicherte, nachvollziehbare
Herkunft ist es erforderlich den Herkunftsort des Hauptanteils
eines Lebensmittels eropaweit zu kennzeichnen,
und nicht wie derzeit nur den Ort,
an dem lediglich das Etikett aufgeklebt wird.
Eine Rückverfolgung eines
Rindersteaks vom Teller bis zum Stall
ist in der realität nicht möglich!
Biobauern erzählen derzeit schon von "umge-demeterter"
Ware,
von wundersamer Vermehrung von Biomöhren
und übertölpelten Kontrolleuern.
Solche Auswüchse werden zwangsweise auch zunehmen
in dem größeren, komplexeren Liefernetz,
deshalb müssen Betrüger so hart Bestraft werden das sie
vom Markt verschwinden, bzw.
einen Schwindel erst gar nicht Versuche.
Als
Kunde muß man darauf vertrauen können,
das auch im Supermarkt gesundes
und
auf allen Stufen kontrolliertes Qualitätsfleisch,
Qualitätsproduckte verkauft werden.
Wir brauchen die Sicherheit,
dass uns unsere Lebensmittel sicher kontrolliert werden
und uns nicht krank machen.
Das staatliche Biosiegel steht für den Mindeststandart.
Für
eine höhere Qualität stehen die Siegel der verschiedenen
Bioanbauverbände, Bioland, Demeter, Naturland usw.
Heute muss selbst Bioware so genormt sein wie
die zukünftig angestrebte Massenkundschaft.
Im
Interesse der Tiere als auch im Interesse der Erhaltung der
kommunalen Schlachthöfe und zum Nutzen der
heimischen Bauern, Metzger und der Menschen,
muss man deutlich für kurzzeitige Transporte plädieren.
In den letzten Minuten vor dem Schlachten kann durch gestresste
Tiere (ausschüttung von Stresshormonen) die Mühe des Bauern
und die Qualität des Fleisches gemindert werden.
Hier
ist ein grundsätzliches Umdenken nötig.
"Dem globalen Warenaustausch muss wenigstens in Teilbereichen
das Konzept der Regionalisierung entgegengesetzt werden".
Die Rückkehr zu kleineren Wirtschaftskreisläufen
und ein verstärkter
Ausbau der Nahversorgung
im Lebensmittelbereich wäre ein guter Weg,
um die zunehmende Verkehrsbelastung einzudämmen und
überflüssige Transportwege (das Schlachtvieh soll nicht
leiden) auszuschalten.
Durch die Vermeidung aufwendiger Lagerungstechnologien
kann man zudem noch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten,
und man bekommt zugleich ein gesundes und frisches Nahrungsmittel.
Gleichzeitig
wächst ganz allgemein die Erkenntnis,
dass Nutzung, Pflege des Grünlandes und die Erhaltung der
Landschaft mit Weidetieren die natürlichste und darüber
hinaus
auch die kostengünstigste Form von Naturschutz darstellt.
Natürliches
Qualitätsfleisch muss an vielen Ladentischen,
sowie in Großküchenangeboten werden,
es hilft zuwenig, wenn nur einige Ökos den Weg zum
Bauernladen finden.
Die
ökologischen Produkte müssen für die Hausfrau
"und den Hausmann" genauso leicht zu
erreichen sein wie herkömmliche oder in naher Zukunft
anonyme, Gen veränderte Massenware.
Wenn
Lebensmittel zudem auch noch entsprechend als
heimisch (regional) angepriesen werden greift "Mann und Frau"
doch leichter
und auch lieber zum gesunden Lebensmittel,
auch wenn man einen etwas höheren "kostengerechteren"
Preis bezahlen muss; nicht einen getürckten
"weltmarktgerechten"
nach der "Geiz ist Geil" Preis mentalität
der hilft letztlich nur den Konzernen.
Die Hauptsache billig, egal was es kostet...!!!
Wie
oft haben wir das schon gehört:
" Im Bioladen oder im Reformhaus ist alles so teuer"
Dass
eben viele Waren im Billigangebot das Geld nicht wert sind,
das man für sie ausgibt,
das erkennen viele der Käufer nicht.
In Deutschland stecken wir jährlich ca. 14 Milliarden Euro
an Steuern in die Landwirtschaft.
Und
dafür belasten viele Bauern die Böden und das Grundwasser
durch Pestizide und die Gülle aus der Intensivtierhaltung.
Sie füttern ihr Vieh mit Soja aus Brasilien, wo dafür der
Urwald abgeholzt wird,
was hier wiederum den Klimawandel anheizt, und, und, und.
Im Geschäft wird den Kunden suggeriert,
die so erzeugten Lebensmittel seien billig.
Das ist falsch.
Insgesamt
haben wir zu "niedrige" Lebensmittelpreise,
deshalb ist der Abstand von Konventionell hergestellten Lebensmittel
zu den Bio Produkten derzeit noch zu groß.
Billig Produkte kommen uns aus nachhaltiger Sichtweise
noch teuer zu stehen nicht nur auf dem Umweg über Steuern,
sondern auch durch Umweltschäden.
Hier tragen wir alle
ein großes Stück Verantwortung:
Der Preiskampf im Supermarkt wird fast ausschließlich
auf dem Rücken der Landwirte ausgetragen.
Es fehlt an Warenkunde und Wertbegriffen.
Lassen
wir also den mündigen und informierten Bürger selbst
entscheiden, ob er die zwangsläufig etwas teureren, gentechnikfreien
und natürlichen bzw.: Naturnahe erzeugten Produkte haben will,
oder ob er zwar gentechnikfrei wünscht,
aber dann doch lieber das billigere Produkt wählt.
Wir alle müssen nur ein
wenig verantwortungsvoller mit unserer Kaufkraft
umgehen, damit wäre schon viel erreicht.
Diese kleinen,
individuellen Entscheidungen können unsere Welt schneller verbessern
als die ganz großen Ideen.
"Wenn
der Mensch Fleisch essen will müssen Tiere sterben"
Die Tiere sollen aber im Stall beim Transport und auch beim
Schlachten nicht gequält werden.
Die
europäische Subventionspolitik bleibt weiterhin ein Skandal zu
gunsten
landwirtschaftlicher Großbetriebe, Aktiengesellschaften (Reinbraun,
Südzucker)
von einer Agrarwende hin
zu einem ökologischen Anbau ist seitens der Politik noch nicht´s
in sicht.
Die Öko Produzenten sollen
laut einiger Politiker auf die Macht des Marktes setzten,
das wird so nicht funktionieren, wenn im Europäischen
Ausland die Produkte
durch höhere Subventionen günstiger produziert werden können.
Die
Nachfrage allein wird deshalb die Produktion
deutscher Bio Produkte leider nicht ankurbeln.