Selten
waren wir in den letzten Jahrzehnten
weiter entfernt von Liberalität und einer Art Massenaufklärung
als heute.
Ganz im Gegenteil,
wir sind wieder in die Hände von Propheten geraten.”
Soziologe Norbert Bolz
Zieht
Euch warm an Die globale Erwärmung ist da
2010 hatte Deutschland den kältesten Dezember seit 40 Jahren
aber zugleich gehörte das Jahr 2010 global zu den heißesten
Jahren seit 1860.
Die vielen extremen Wetterereignisse 2010 sind ein
weiteres winziges Detail,
das zum Klimapuzzle hinzukommt.
Sie werden sich mit zunehmender Erwärmung häufen.“
Als Ursachen kommen vom Menschen bewirkte Veränderungen
der Ökosysteme hinzu.
So
werden Landschaften übernutzt,
Wälder verschwinden in großem Stil,
und Feuchtgebiete werden trocken gelegt.
Insbesondere in Russland gibt es nach Angaben von Experten
eine zunehmende Zahl an Großkahlschlägen,
und in Zentralasien entstehen Steppenlandschaften ohne Bäume.
Die Eruption des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull
im April 2010.
Sollte die Eruption noch wochenlang
andauern,
könnte es erneut ein "Jahr ohne Sommer geben",
wie 1816:
Nach dem Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora
kühlte sich die Welt dramatisch ab,
Europa erlebte einen außergewöhnlich kalten
und regenreichen Sommer mit Missernten,
hohen Getreidepreisen und Hungersnöten.
Am 28. Juni 1816 notierte Goethe
in sein Tagebuch:
"Erster schöner Tag".
Wie sich die Aschewolke aufs Wetter oder langfristig
aufs Klima auswirkt,
hängt von zwei Faktoren ab: Wie lange dauert der Ausbruch?
Wie viel Schwefeldioxid (SO2) schleudert der Vulkan in hohe Luftschichten?
SO2 verbindet sich mit Wasser letztlich zu Schwefelsäure.
Die Säuretröpfchen
legen sich als feiner Schleier um den Globus,
kühlen die Erde wie ein Sonnenschirm.
Erst nach Monaten oder gar Jahren sinken sie zu Boden.
Ab etwa 13 Kilometer Höhe in der Stratosphäre ist die Luft
trocken.
Dort werden Partikel nicht vom Regen ausgewaschen.
Aber erst wenn wenigstens drei Millionen Tonnen Gas
in die Stratosphäre gelangen, wird das Klima messbar abgekühlt.
Die
Klimaforscher verheißen nichts Gutes,
wenn es um den Klimawandel geht.
Der soll früher und intensiver erfolgen,
als bisher angenommen wurde.
Das bedeutet aber nicht,
dass nun jedes Jahr ein Rekordjahr werden muss.
Auch ist der Schluss ist falsch,
dass ein sehr kühles Jahr den Klimawandel stoppen könnte.
Tief "Daisy" hat am 10.01.2010 vielen Regionen
in Deutschland Sturm,
Eis und Schnee gebracht.
Jörg
Kachelmann vom Wetterdienst Meteomedia,
der stets vor Aufgeregtheit gewarnt hatte,
nannte die Wetterlage vergleichsweise harmlos.
"Das ist nichts im Vergleich zu '62/'63 oder '78/'79", ordnete
er ein.
Es gebe eigentlich keine richtig geschlossene Schneedecke.
Im Saarland oder dem Süden Baden-Württembergs sei es nicht
ganz weiß.
Der große richtige Wintereinbruch mit Kälte
und ca. 30cm Schnee in Tittmoning/Kirchheim
hat am
"Unsinnigen" Donnerstag
den
11.02.2010
für ganz Deutschland begonnen.
Unverändert
bleibt,
dass niemand weiß, wie sich das Wetter 2010 entwickeln wird.
Das wird das Wetter in den nächsten Monaten selbst mitteilen.
Der
Osten der USA ächzt im Februar 2010
unter einer beispiellosen Schneedecke,
in Deutschland setzt klirrende Dauerkälte den Menschen zu.
Die Brasilianer bringen wüstenähnliche Rekordtemperaturen
ins Schwitzen,
Ecuador leidet unter einer Dürre,
in Mexiko treten die Flüsse über die Ufer.
Ist das alles nur Zufall
oder gibt es doch einen erklärbaren Zusammenhang
zwischen den Wetterkapriolen?
Meteorologen haben eine weltumspannende
Ursache ausgemacht:
eine besonders ausgeprägte Variante des pazifischen Wetterphänomens
El Niño
im Zusammenspiel mit einem zähen Kältetief über dem Nordatlantik.
Wetter
Notizen aus 2009
Im
Westen und Norden Deutschlands gab es am Mittwoch 07.2009
kräftige Gewitter mit starkem Regen,
Hagel und Sturmböen.
Im Südosten (Bayern) war es mit 28 bis 33 Grad hochsommerlich heiß.
Einige
Naturkatastrophen im Jahr 2008
Mit
220.000 Toten und Schäden von rund 200 Milliarden Dollar
geht 2008 als eines der schlimmsten Naturkatastrophen-Jahre
in die Geschichte ein.
Die Versicherungsgesellschaft Münchener Rück berichtet,
dass die finanziellen Schäden inflationsbereinigt
nur von zwei Jahren übertroffen werden:
2005 mit seiner extremen Hurrikan-Saison
und 1995 mit dem Erdbeben im japanischen Kobe.
Im Vergleich zu 2007 stiegen die Schäden auf mehr als das Doppelte.
Ein
Drittel der Opfer von Naturkatastrophen im Jahr 2008
starb allein beim Erdbeben in China:
In der Provinz Sichuan kamen im Mai 78.000 Menschen ums Leben.
Fast 46 Millionen Menschen waren von den Folgen betroffen.
Die
meisten Menschen starben beim verheerenden Zyklon "Nargis"
im Mai:
Er forderte 138.000 Todesopfer.
2,4 Millionen Menschen kämpfen mit den Auswirkungen.
Beim Taifun "Fengshen"
auf den Philippinen kamen im Juni 573 Menschen ums Leben.
Die große Flut in Indien vertrieb im August 3,5
Millionen Menschen.
Auch im zweiten Halbjahr 2008 ging es mit den Naturkatastrophen weiter:
Zuerst fegte der Tropensturm "Gustav" über die Karibik.
Danach schlug Anfang September der Wirbelsturm "Hanna" in
Haiti zu,
Hurrikan "Ike", traf kurze Zeit später auf Kuba.
Das
zu Ende gehende Jahr 2007
war nicht nur das Jahr heftiger Debatten über den Klimawandel,
es war auch das wärmste seit Beginn regelmäßiger Messungen
im 19. Jahrhundert.
In Mitteleuropa ist vor allem der ungewöhnlich sommerliche und
trockene April
im Gedächtnis geblieben "dieser Frühling spiegelt in
etwa das wider,
was in circa 50 Jahren die Norm sein könnte".
Juni
2007
Seit
Beginn der Temperaturaufzeichnung 1893
gab es keinen heißere 12-Monats-Periode
als zwischen Juni 2006 und Mai 2007.
In Potsdam lag die Durchschnittstemperatur
satte drei Grad höher.
Sollte die Tendenz anhalten,
wäre das ein Hinweis auf eine dramatische Beschleunigung
des Klimawandels.
Hochwasser-Alarm in Großbritannien, Hitzewelle
in Griechenland,
Italien, Bulgarien.
Europa befindet sich in einer Umklammerung der Wetterextreme...!!!
Der niederschlagsreichste Juni seit 50 Jahren
sorgte in Nord- und Mittelengland sowie Wales
für massive Überschwemmungen.
Innerhalb von 24 Stunden fiel mehr Regen als sonst im gesamten Monat
Juni.
April
2007
Auf
dem Trockenen:
Boote am Rande des Sylvensteinspeichers in der Nähe von Lenggries.
Dieser Monat wird voraussichtlich in die Geschichte
der Meteorologie eingehen:
Seit 1901 war kein April in Deutschland wärmer, trockener und sonniger.
Die
Kehrseite des rekordverdächtigen April sind dürre Landschaften
und niedrige Flusspegel.
Bauern, Förster und Binnenschiffer hoffen nicht
nur auf Regen,
sondern auf eine echte Schlechtwetterperiode. Meteorologen wissen:
Wochenlange Trockenheit - das kann immer wieder passieren.
CO²
Daten zum späteren Vergleich, um Änderungen
am Ausstoß nach einigen Jahren zu verfolgen!
Rechenspiele
und Trickserei, oder gelingt
der Durchbruch in der internationalen Klimapolitik?
Januar
2007
Weltweit
wärmster Januar aller Zeiten
Der Klimawandel macht sich immer deutlicher bemerkbar:
Noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen
war es im Januar so warm wie in diesem Jahr - weltweit.
US-Wissenschaftler ermittelten ein Rekordhoch.
Die
Klimaerwärmung läst sich allerdings nicht an einem
einzelnen milden Winter festmachen.
Die Wissenschaftler machen zum Teil das El-Niño-Wetterphänomen,
das die Meeresoberfläche im östlichen Pazifik aufgewärmt
habe,
für den ungewöhnlich milden Winter verantwortlich.
Das
Phänomen sei im Januar 2007 besonders stark zu spüren gewesen.
Die schlimmsten humanitären Katastrophen ereigneten
sich 2007
wie so oft in Entwicklungs- und Schwellenländern:
So waren bei Stürmen,
Überschwemmungen und Erdrutschen in verschiedenen Teilen Asiens
mehr als 11.000 Menschen Todesopfer zu beklagen,
allein in Folge des Zyklons Sidr starben im November
in Bangladesh rund 3.300 Menschen.
Auch die Winter der Jahre 2004
und 1998 waren den Klimaforschern
zufolge besonders mild.
Sie folgen auf der Liste der wärmsten Winter
direkt dem des vergangenen Jahres.
Die zehn wärmsten Jahre insgesamt seit Beginn
der Aufzeichnungen traten seit 1995 auf.
Experten rechnen damit,
dass 2007 das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen werden könnte.
Der
milde Winter 2006 auf 2007
ist allerdings kein Beweis für den Einfluss von Treibhausgasen
auf das Klima.
Gleichwohl seien Treibhausgase für die globale
Erwärmung mitverantwortlich.
Sturm
Kyrill, Donnerstag, Freitag 18-19.01.2007 über Europa,
Temperatur 17°° Celsius
Es
war einer der schwersten Stürme der letzten 20 Jahre in Europa:
Orkantief "Kyrill"
hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen.
An der Küste lief das Unwetter vergleichsweise glimpflich ab,
andernorts gab es Tote und Milliardenschäden.
Der Deutsche
Wetterdienst erklärte,
"Kyrill" sei der stärkste Orkan seit "Lothar"
an Weihnachten 1999 gewesen.
Die stärksten Böen wurden auf dem Brocken (198 km/h)
und dem Fichtelberg (je 172 km/h) gemessen.
Der Sturm erreichte gesamt Deutschland, das war bisher einmalig.
Kyrill verursachte einen gesamtwirtschaftlichen
Schaden
von rund zehn Milliarden US-Dollar,
mit einem versicherten Schaden von etwa 5,8 Milliarden US-Dollar
war er der zweitteuerste Sturm in Europa nach dem Orkan Lothar
im Dezember 1999, der höhere Windgeschwindigkeiten hatte,
geografisch aber zugleich stärker eingegrenzt war.
Die Besonderheit von Kyrill waren die lang anhaltenden
hohen Windgeschwindigkeiten in weiten Teilen Europas.
Besonders
stark betraf Kyrill Deutschland,
wo mehr als die Hälfte des versicherten Schadens anfiel.
Über 1,5 Millionen Einzelschäden vielfach kleinere Summen
wurden gemeldet.
In Ostdeutschland gab es besonders dort starke Schäden,
wo sich im Bereich der mit dem Sturm verbundenen Kaltfront
Gewitter mit Hagelschlag sowie Tornados bildeten.
Herbst
2006
Nach Einschätzung der Meteorologen
wird dieser Herbst der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen
1947.
Selbst wenn der November nur
noch durchschnittliche Temperaturen bringen sollte,
wird der Herbst den Rekord brechen, teilte der Deutsche Wetterdienst
mit.
Sommer
2006
Das Wetter spielt immer öfter
verrückt: sintflutartige Regenfälle,
Hochwasser, aber auch sehr heiße Sommermonate mit zu wenig Regen.
Für viele Wissenschaftler sind dies deutliche Anzeichen für
eine Klimaveränderung.
Auch künftig ist nach ihrer Ansicht mit längeren Trocken
und Niederschlagsperioden zu rechnen.
Im Jahre 1902 wurde kein Tag
registriert,
an dem eine Niederschlagsmenge von 30 Millimetern pro Quadratmeter erreicht
wurde
2002 gab es schon fünf solcher Regentage.
Es ist höchste Zeit für
Maßnahmen,
mit denen sich Klimakiller wie Kohlendioxid oder Methangas reduzieren
lassen
sowohl auf regionaler als auch auf globaler Ebene.
Europa
"versinkt" im Schnee Frühjahr 2006
Klimawandel!
Der Golfstrom ist eine warme,
rasch fließende Meeresströmung im Atlantik.
Durch seinen Wärmetransport wirkt er wie eine große Heizung,
dank der große Teile West- und Nordeuropas,
wie Irland, Großbritannien und Skandinavien, ein wärmeres
Klima aufweisen,
als aufgrund ihrer geographischen Breite zu erwarten wäre.
Angetrieben
werden die Strömungen durch Tiefenwasser.
Im heutigen Atlantik etwa fließt warmes Wasser aus den Tropen
im Golfstrom nach Norden.
Dort kühlt es ab, und weil unterwegs viel davon verdunstet,
steigt auch sein Salzgehalt.
Irgendwann wird das Wasser gegenüber den umgebenden
Wassermassen
so dicht und schwer, dass es in die Tiefe sinkt.
Als kalter Tiefenstrom fließt es dann nach Süden zurück.
Der
mitteleuropäische Winter ist ein Auslaufmodell.
Die Medienspatzen Pfeifen es
schon von den Dächern
doch im Februar 2005 sowie im Winter 2006 sieht es noch nicht danach
aus!
Aber das globale Klima ändert
sich.
Auch Bayern ist davon betroffen.
Universitäten und Behörden haben
im Bayerischen Klimaforschungsverbund
ein regionales Szenario entwickelt.
Wetterextrem in Süd Ost
Bayern am Dienstag
den 28.06.2005 mit schwersten Halgekörnern
bis zu 3 cm Durchmesseren, und einer drastischen
Temperaturschwankung!
Demnach
wird sich zwar trotz stärkerer Sonneneinstrahlung
der Ernteertrag in Bayern
in den kommenden Jahrzehnten noch nicht gravierend verändern.
Aber der Lichtstress für Pflanzen nimmt bereits zu.
Das bedeutet mehr Blattverbrennungen
und das Aus für manche empfindlichen Pflanzenarten.
Dies Fotomontage mit den Pinguinen in Afrika wird wohl nicht eintreffen
:-)
Artenspektrum und Vegetationsstufen:
Auch im Wald tut sich was: die
Baumgrenze im Gebirge
soll bis zu 100 Meter nach oben wandern
und das Artenspektrum verschiebt sich.
Schädlinge und Krankheiten haben fortan ein leichteres Spiel.
Für die Forstwirtschaft bedeutet das:
Weg von der Monokultur, Laubmischwälder sind wieder gefragt.
Temperatur
und Niederschlag:
Und wie steht´s mit Temperatur
und Niederschlag
in den kommenden Jahrzehnten?
Das ganze Wirtschaftsjahr verschiebt sich,
genau so wie die Weizenanbaugrenze.
Die liegt irgendwann in Sibirien, so die Prognosen.
Wegen steigender Temperaturen schmelzen
auch in Bayern die Gletscher.
Damit gehen uns Süßwasserspeicher verloren.
Extreme Stürme und Flutkatastrophen werden häufiger
und weil der Meeresspiegel steigt,
soll es Inseln wie Sylt in 100 Jahren nicht mehr geben.
Trockene Regionen werden noch trockener.
Es kommen zwar noch genauso viele Niederschläge,
aber es regnet seltener in stärkeren Güssen.
Der Meeresspiegel wird neuen US-Studien (2002) zufolge
schneller steigen als bislang vorhergesagt.
Die Gletscher und Polkappen seien im vergangenen Jahrhundert
deutlich geschmolzen,
und der Eisrückgang habe sich seit 1988 stark beschleunigt.
Flutkatastrophe August: Stärkster
Regen seit 500 Jahren
Heftigste Niederschläge
waren der Vorläufer der zerstörerischen
Flutwelle quer durch Europa.
Nach Expertenmeinung nachweislich die stärksten Regenfälle
seit 500 Jahren.
"Wir messen seit 200 Jahren die Niederschläge
und können daraus Rückschlüsse für die 300 Jahre
davor ziehen.
So gewaltige Niederschläge hat es in den vergangenen 500 Jahren
in Mitteleuropa nicht gegeben"
sagte der Geowissenschaftler Prof. Wolfram Mauser in München am
28.08.2002
Der
Niederschlagsrekord aus dem Jahr 1954 lag bisher innerhalb von 24 Stunden
bei 260 Liter pro Quadratmeter im bayerischen Rosenheim.
Am 12. August wurden in der gleichen Zeitspanne im Erzgebirge
in Zinnwald-Georgenhof (Sachsen) 312 Liter pro Quadratmeter gemessen.
In der Oberpfalz und im Erzgebirge regnete es in diesem Zeitraum
zwischen 130 und 170 Liter je Quadratmeter.
Ursache für die Flutkatastrophe war eine so genannte 5b- Wetterlage.
Dabei saugt sich ein Tief über dem Mittelmeer wie ein Schwamm
voll Wasser und regnet sich in Mitteleuropa ab.
Das Pfingsthochwasser von 1999 und das Oderhochwasser von
1997 seien ebenfalls aus 5b-Wetterlagen entstanden,
diese Wetterlage sei "historisch bekannt"