Sehr geehrte Umweltfreunde,
es
erscheint fast unglaublich, aber immer noch melden sich sogenannte
"Experten" zu Wort,
die mit dem Anschein wissenschaftlicher Kompetenz darauf
bestehen, dass die furchtbaren Überschwemmungen von Spanien bis zur
russischen Schwarzmeerküste keinen Beweis für eine menschengemachte
Klimakatastrophe bedeuten.
Und immer noch finden sich Zeitungen, Rundfunk-
und Fernsehredaktionen, die diesen Leuten eine Plattform zur Verbreitung
ihrer unseligen Parolen bieten.
Wie stellen sich diese "Experten" eigentlich einen überzeugenden
Beweis für
die Klimakatastrophe vor?
Sollen mit dem entsetzlichen Dauerregen mitten im
Hochsommer(!) auch noch Flugblätter vom Himmel klatschen,
auf denen das Wort
"Klimakatastrophe" in der jeweiligen Landessprache aufgedruckt
steht?
Selbst dann würden sie das Offensichtliche nicht wahrhaben wollen,
sondern sie würden wahrscheinlich behaupten,
diese Flugblätter seien eine Wahlkampagne der GRÜNEN,
denn es geht ihnen nicht um eine anregende Diskussion unter
Wissenschaftlern, sondern sie unternehmen den Versuch,
die folgenschwere Einsicht in das Verschulden
oder Mitverschulden der Industriegesellschaft zu verhindern.
Ohne diese Einsicht aber kann der Wille zur Umkehr,
zur Energiewende nicht entstehen.
Also es geht ihnen, sogar angesichts der
nationalen Katastrophe, um Interessenpolitik.
CDU-Chefin
Dr. Angela Merkel jedenfalls hat bereits davor gewarnt,
die Unwetter zum Wahlkampfthema zu machen und vorsorglich darauf hingewiesen,
dass die Erneuerbaren Energien ohnehin nicht ausreichen würden,
die Klimakatastrophe zu verhindern...
Woher nimmt sie nur die Gewissheit,
dass die Erneuerbaren nicht ausreichen würden?
Schon vor etwa sechs Jahren hat sie - damals als Umweltministerin -
die Markteinführung der Erneuerbaren Energien erheblich gebremst,
indem sie verkündete, dass Sonne, Wasser,
und Wind auch auf lange Sicht nicht mehr als
4% des deutschen Strombedarfs würden decken können.
Damit wiederholte sie
wörtlich eine damalige "Werbeaussage" der deutschen Stromversorger.
Ihre damalige Prognose ist längst widerlegt,
denn inzwischen ist der Anteil der
Erneuerbaren bereits doppelt so hoch wie vorhergesagt,
und er wächst weiter!
Frau Merkels damaliger Irrtum ist also offensichtlich,
dennoch beteiligt sie sich weiter an der Entmutigungskampagne
der etablierten konventionellen
Energiewirtschaft gegen die Erneuerbaren Energien.
So begründet sie bereits vor der Bundestagswahl,
warum sie sich für die Erneuerbaren nicht sonderlich
einsetzen wird, falls sie an die Macht kommt; Interessenpolitik.
Die präziseste Schilderung dessen,
was uns in den nächsten Jahrzehnten bevorsteht,
hat Innenminister Schily geliefert, indem er darauf hinwies,
dass ähnliche Hochwasserkatastrophen zukünftig in immer kürzeren
Abständen
auftreten würden.
Er schlug die Einrichtung eines europäischen Hilfsfonds
vor. Schily vergaß noch zu erwähnen,
dass beim nächsten Mal auch höhere
Pegelstände erreicht werden können als diesmal.
Sofortmaßnahmen
müssen natürlich sein, da hat Schily Recht. Aber die
Bekämpfung der Ursachen darf darüber nicht vergessen werden.
Wir
sollten es deshalb bei jeder Gelegenheit wiederholen:
Die einzige
Maßnahme, die wirklich bei der Ursache ansetzt, ohne uns gleichzeitig
den
bekannten Risiken der radioaktiven Verseuchung,
z.B. nach einem Terroranschlag,
auszusetzen, ist der raschest-mögliche Ausbau aller
Erneuerbaren Energien.
Die Aussage der Energieexperten von CDU und FDP,
die Erneuerbaren würden die deutsche Wirtschaft finanziell unzumutbar
belasten, ist lächerlich, wenn man die Kosten der Energiewende mit
den Kosten allein
schon der gegenwärtigen Hochwasserkatastrophe vergleicht.
Und die Kosten für die Beseitigung zukünftiger Klimaschäden
werden ins Unermessliche steigen, wenn wir noch länger warten.
Noch zwei Erläuterungen zum Thema:
1.
Für diejenigen, denen der Zusammenhang zwischen Dauerregen und
CO2-Ausstoß nicht geläufig ist, rasch eine vereinfachte Darstellung
der
Ursachenkette:
- CO2 (d. h. unsichtbares und geruchloses Kohlendioxid
aus Öl- und Gasheizungen, aus Kraftfahrzeugen, Flugzeugen und
Elektrizitäts-Kraftwerken) steigt auf.
- CO2 verringert die Abstrahlung von Wärme in den Weltraum,
es vermindert damit die nächtliche Abkühlung und lässt
die tägliche Erwärmung durch die Sonne noch wirksamer werden.
- Nicht nur die Erde wird wärmer; sondern
auch das Meerwasser und die Lufthülle.
- Wärmeres Wasser verdunstet mehr als kaltes Wasser.
- Warme Luft kann mehr Wasser transportieren, sogar ohne
Wolkenbildung. Die Luft wird bei wolkenlosem Himmel
lediglich als feucht und schwül empfunden.
- Mehr Wasser in der Luft bedeutet die Möglichkeit zu
ergiebigerem Regen.
- Das Weitere erleben Sie in diesen Tagen entweder
im Hochwassergebiet persönlich oder am Fernseher.
2. Zur Behauptung, es gebe keinen Beweis für die Klimakatastrophe
- Als "bewiesen" im naturwissenschaftlichen Sinn kann nur
gelten, was experimentell bestätigt und insbesondere
reproduziert werden kann. Nun läßt sich aber dieses
gigantische Klimaexperiment, das wir mit unserer Erde
anstellen, naturgemäß nur ein einziges Mal durchführen.
Eine Bestätigung (oder Widerlegung) in mehreren
unabhängigen Versuchen ist daher prinzipiell unmöglich,
weil wir eben nur diese eine Erde zur Verfügung haben.
Daher wird es in diesem streng wissenschaftsmethodischen
Sinne NIEMALS einen endgültigen Beweis für den
anthropogenen Einfluß auf das Klima geben.
Dies aber verschweigen die "Zweifler". Sie verhalten sich
wie der böse Onkel in dem schlechten Scherz, der die
beruhigende Auskunft gibt, "natürlich kannst Du diese
Pilze essen" und den alarmierenden Rest des Satzes:
"aber nur einmal!", weglässt.
- Es sind, soweit sind sich die Klimawissenschaftler einig,
"nur" Wahrscheinlichkeitsaussagen möglich, sowohl dafür,
dass es überhaupt eine anthropogene Klimaveränderung gibt
wie auch dafür, daß die jetzigen Hochwasser auch wirklich
darauf zurückzuführen sind.
Aber:
Klimaforscher sprechen von mindestens 95% Wahrscheinlichkeit
für einen anthropogenen Treibhauseffekt. 95% sind kein
"Beweis", aber stellen Sie sich doch zum Beispiel eine
Brücke vor, die nach Aussage der Statiker mit etwa 95%
Wahrscheinlichkeit zusammenstürzen wird. Würden Sie diese
Brücke nicht sofort sperren lassen? Doch bei der
Überlebensfrage der Menschheit soll eine "Einsturzgefahr"
von 95% noch nicht genug Grund zum Handeln sein?
Unser Appell: Informieren Sie Ihre Bekannten über die physikalischen
und
politischen Zusammenhänge,
halten Sie die erneuerbaren Energien im Gespräch
und geben Sie bei der Wahl am 22. September einer Partei eine Chance,
die sich für eine vollständige Energiewende einsetzt.
Mit
besorgten Grüßen
Wolf von Fabeck
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