Das
Wort Ökologie ist heute in aller Munde - nur wenige wissen aber,
was es genau bedeutet.
Ökologie
setzt sich aus den griechischen Wörtern Oikos (= Haushalt)
und Logos (= Lehre) zusammen.
Ökologie
bedeutet also die Lehre vom Haushalt der Natur,
die Wissenschaft von den Beziehungen der Lebewesen untereinander
und mit der Umwelt.
Ökologie ist in der Umgangssprache
und auch in der Politik ein Begriff,
der gleichbedeutend zu Umweltschutz wie auch zum Themenkreis
Nachhaltige Entwicklung meist wertend verwendet wird.
Heute verstehen wir unter "Öko" oder "Bio"
alles was
nach bestimmten Richtlinien zertifiziert und mit einem Etikett
bzw. Label ausgezeichnet wird.
Ökoimpuls
(Impuls, Anstoß, Anregung, spannung innere Regung!)
Es
bedeutet für mich am gemeinsamen Ziel
der Erhaltung unserer natürlichen
Lebensgrundlagen zu arbeiten und diese zu verbessern.
Die
Ökologie ist ebenso wichtig wie eine soziale Politik.
Wenn wir die Natur durch unsere Wirtschafts-
und Lebensweise weiter so schädigen,
wird in absehbarer Zeit auch eine soziale Politik nicht mehr möglich
sein,
weil dann alle Ressourcen verbraucht, Luft, Wasser, Boden vergiftet,
unsere natürlichen Lebensgrundlagen vernichtet sind.
Schon vorher werden die enormen
Kosten, die entstehen,
wenn versucht wird, die Natur zu „reparieren“,
die Sozialetats so weit hinunterdrücken,
dass nichts mehr davon übrig bleibt.
Die
Folgen kann sich jedermensch selber ausmalen.
Eine andere Gefahr droht durch die hochgerüsteten Großmächte,
allen voran durch die USA und, wenn es „nach Plan läuft“,
durch eine militarisierte EU. Mit einem Wort: durch den Geomilitarismus.
In der
Ökologie geht es nicht nur um Frösche oder Naturliebe,
sondern um die Fähigkeit, in diesem Jahrhundert eine Wirtschaftsweise
einzuleiten die Langfristig allen Bürgern ein erträgliches,
gutes Leben sichert, ohne dabei auf ständiges Wachstum
angewiesen zu sein.
"Die zögerlichen Aktivitäten
im Klimachaos
sind ein Angriff auf die Menschenrechte"
Der Krieg ums Öl ist bereits
im Gange.
Krieg ums Wasser wird in Nahost und in Afrika geführt.
Der globale Krieg um die Reste beackerbaren Bodens steht noch aus…
Dr.
Hans Müller und Dr. Hans Peter Rusch begründeten
mit ihren Arbeiten über die Pflege des Bodens
und die Erhaltung seiner langfristigen Fruchtbarkeit
die organisch - biologische Landbaumethode.
Als zweites wichtiges Wort sollte
noch die Synergetik genannt werden,
die Lehre vom Zusammenwirken.
Die gemeinsame Wirkung vieler Faktoren ist stärker
als die Summe der einzelnen Teile.
Extensive
Weideführung für den Naturschutz !
Der
Däne Buttenschon hat nachgewiesen,
dass beweidete Flächen 30 - 40 %
mehr Pflanzenarten aufweisen als nicht beweidete Flächen.
Unter
der schwachen Beweidung nimmt die Artenvielfalt wieder zu
und es entstehen im Frühjahr Blumenwiesen als äußeres
Zeichen
einer intakten Natur.
Der
unregelmäßige Verbiß der Rinder schafft Licht und Deckung
zugleich und damit ideale Bedingungen für Flora und Fauna.
Durch
die schwache Beweidung wird die Landschaft auf natürliche Art
offengehalten, ein lockerer Baum- und Buschbestand bleibt erhalten.
Eine
Ausdehnung über Sämlinge wird durch das Beweiden verhindert,
ist aber auch nicht das Ziel einer offen gehaltenen Landschaft.
So
fühlen sich beispielsweise unter diesen Bedingungen
alle Bodenbrüter unter den Vögeln heimisch.
Die Feldlerche - Vogel des Jahres 98
Wenn
bei einem solchen stressfreien Weidesystem ein Rind
unabsichtlich zu nahe an ein Nest herankommt,
meldet sich der Brutvogel und das Rind weicht aus.
Bodenbrüter
sind auf Beweidung angewiesen, da auf unbeweideten
Wiesen ein geschlossener Grasbewuchs von 50 - 90 cm Höhe
entsteht, in dem sie nicht nisten können.
Manche
Vogelarten sind Ameisenfresser, z.b. Grau- und Grünspecht
oder der Wendehals.
Das
streuen von Kunstdünger sowie eine vier bis fünfmalige
Mahd mit dem Kreiselmäher auf intensiv bewirtschafteten Wiesen
wirkt sich negativ auf die Ameisenvölker aus,
die darüber hinaus noch für viele andere Tierarten wichtig
sind.
So
sterben Larven und Puppen, von denen sich im
Sommer auch die Meisen ernähren.
Die
Eingriffe durch uns Menschen in das komplexe
(zusammengeflochten)
Ökosystem wirken sich regional
bestandsverändernd auf alle Vogelarten aus.
Die
Zerstörung der biologischen Vielfalt unserer Erde
ist der verhängnisvollste Fehler, den die Menschheit zur Zeit macht.
Nicht alles, was möglich
ist, ist auch nötig.
Verantwortliches Handeln akzeptiert Begrenzungen.
Die ökologische
Ordnung kennt natürliche Grenzen,
also muß es auch ökonomische (wirtschaftliche) Grenzen geben.
Wächst die Ökonomie über die ökologischen
Grenzen hinaus,
zerstört sie unsere Lebensgrundlagen.
Landwirtschaftliche Nutzflächen
sind zum mit Abstand
größten Naturlebensraum in Mitteleuropa geworden.
Für viele Arten sind aber infolge der Mechanisierung
und chemischen Belastungen massive Bestandsrückgänge zu verzeichnen.
Auf biologisch bzw.
extensiv bewirtschafteten Flächen findet sich im Schnitt
eine höhere Biodiversität als auf konventionell genutzten
Flächen.
Die
ausreichende Verfügbarkeit solcher Flächen
ist von zunehmender Bedeutung für das Überleben
zahlreicher Pflanzen und Tierarten,
insbesondere in Zusammenhang mit den aktuellen Klimaveränderungen.
Die Stadt Bughausen fördert seit 2004 Untersuchungen
zum Nahrungs
und Zugverhalten der Waldrappe im Umfeld von Burghausen.
Diese Vögel ernähren sich stochernd von Evertebraten und sind
dabei beider Nahrungssuche von landwirtschaftlichen Nutzflächen
abhängig.
Die
mit Abstand höchste Sucheffizienz
haben sie auf ökologisch bewirtschaftete Flächen.
Aufgrund seiner zunehmenden Bekanntheit,
seines skurrilen Erscheinungsbilds
und seiner Vertrautheit eignet sich der Waldrapp
in besonderer Weise als Zeigerart für die Biodiversität
auf landwirtschaftlichen Flächen.