"Ein
Fluß soll wieder lebendig werden"
Die
Salzachsanierung hat begonnen, nutzen wir die Chance.
"Letzte
unverbaute Flussteile der Salzach sollten nicht betoniert werden,
ganz im Gegenteil, sie müssen Verteidigt werden."
Durch viele mannigfaltige Einflüsse des Menschen
ist eine bedauernswerte Situation
an unseren Fließgewässern auf der Erde entstanden,
vorort im besonderen an der Salzach.
Vielerorts
wird darauf mit unterschiedlichen Gegenmaßnamen reagiert.
Alarmierend ist die
aktuelle Diskussion um den plötzlichen Ausbau
der erneuerbaren Energien
unter dem Eindruck der Atom Katastrophe in Fukushima.
"Die
Erkenntnis über die Schattenseiten eines ungehemmten Ausbaus
der Wasserkraft verbreitet sich zum Glück
auch außerhalb des Bund Naturschutzes und
der Fischerei".
Künstliche Kies zugabe für Laichplätze, aktuell "Kies
für den Lech"
und andauernde Fisch Besatzmaßnahmen
sind keine nachhaltige Lösung.
Eine
konsequente Modernisierung bestehender Kraftwerke
sollte uns genügen,
denn das weitere Potenzial der Wasserkraftnutzung
in Deutschland ist zu gering und eine völlige Verbauung
der restlichen noch lebendigen Flußstrecken deshalb Unverhältnismäßig.
Die
mühsam erreichten Verbesserungen sollten wir nicht durch
aktuelle Planungen zur Wasserkraft nutzung
an der Salzach wieder einschränken.
Die Einsparungen an fossilen Rohstoffen durch Wasserkraftwerke
sind minimal im Vergleich zu den von den Planern und Betreibern
oft verharmlosten negativen Auswirkungen auf die vielfältige Natur.
Für
die weichen Ufer muss alter Auwald nach und nach gerodet werden.
Dieser Verlust wird jedoch durch die da durch entstehende
natürliche Flusslandschaft vielfach aufgehoben.
Durch die wider regelmäßig überschwemmten Auen
entsteht eine vielfältige Flora
und Fauna die den Verlust an Wald mehr als kompensiert.
Die
Salzach zeigt durch ihren Unterschied zwischen Sommer
und Winterwasserführung und ihre häufigen
Hochwässer einen ausgeprägten (aus dem Hochgebirge)
Alpinen Charakter.
Mit einer Fläche von 33 qkm gehört der bayerische
Teil der Salzachaue zu
den kleineren Auen in Bayern.
Die
Salzach ist ein typischer Alpenfluss mit einem weit verzweigten,
vielfältig strukturierten Gewässersystem.
Die frei ausufenden Frühjahrs und Sommerhochwässer
sorgten für eine intensive Geschiebedynamik mit beständiger
Umlagerung von
Inseln, Kiesbänken und Flussschleifen.
Viele verschiedene
Tiere leben in und um die Salzach und in den Auen.
Der
Auwald war damals eher auf randliche Bereiche begrenzt,
während auf den weiten Kiesflächen ( Kiesbänken )
infolge der hohen Umlagerungsdynamik nur Pionierstadien ( Vorstadium
)
der pflanzlichen Entwicklung erreicht werden konnten.
Zu
Beginn des 19. Jahrhunderts
begann man aus Gründen des Hochwasserschutzes,
der Sicherung der Schifffahrt und der Festlegung
der Landesgrenzen mit dem Ausbau der Salzach.
Die
Grenzsicherung zwischen Österreich und Deutschland
entlang von Inn
und Salzach erforderte eine flussbauliche
gewollte Laufveränderung und Eintiefung.
An
der Salzach hält diese bis heute an und schaffte Probleme
die man seit ca.2009 mit dem Einbau von naturnahen Sohlrammpen
zu verhindern versucht.
Eine Rückkehr
in die Ausgangslage " Wildfluß " ist illusorisch,
(Selbsttäuschung) eine teilweise Renaturierung
der noch freifließenden Flussstrecke,
durch geeignete Flussbaumaßnahmen, ist jedoch
möglich,
wenn der Wert der noch 60 km freifließenden
Salzach erkannt wird.
Ab Baubeginn
rechnet man mit einer Dauer
von 20 bis 30 Jahren für das gesamte Projekt.
Der Kostenrahmen bewege sich zwischen 526 und 620 Millionen Mark.
(Südostbayrische Zeitung Samstag, 15 Juli 2000)
Eine
natur nahe Behandlung setzt individuelle
(Besondere eigentümliche, einzelne)
Lösungen in Absprache mit den davon betroffenen Anliegern voraus!
In der nähe Laufen wurde mit den Renaturierungsarbeiten
begonnen.
Die Fotos zeigen die Arbeiten 2009 an der Sohlrampe
in der nähe von Triebenbach,
hier wird an einer Erhöhung der Salzachsohle gearbeitet.
Die zentralen Maßnahmen
an der Salzach konzentrieren
sich auf drei Schwerpunkte:
Herstellung der Durchgängigkeit von Querbauwerken,
Initialmaßnahmen zur Förderung der dynamischen Eigenentwicklung
der Flusslandschaft und die Ökologisierung der Mündungsbereiche.
Gleichzeitig wird dadurch auch die Verbindung
der Salzach mit ihren Auen, den Nebengewässern
und ihren Zuflüssen wieder verbessert.
Die
Sohlrammpen sind sehr flach und in einzelne Becken aufgeteilt,
so dass sie bei verschiedenen Wasserständen für Fische
und anderes Getier durchgängig sind.
Daher
werden die noch vorhandenen Querbauwerke im Fluss
wie Kraftwerke und Sohlschwellen so umgebaut,
dass sie von Fischen wieder passiert werden können,
wie dies bei den Kraftwerken Urstein und Gamp in Österreich
bereits realisiert wurde und bei der Sohlstufen Lehen
und Eschenau sowie dem Ausleitungskraftwerk
Högmoos geschehen soll.
Viele
Mündungsbereiche von Nebenbächen und
Flüssen müssen umgebaut werden,
damit Fische aus der Salzach zum Laichen bei Niedrig und bei Hochwasser
in die Nebengewässer wandern können und genügend Einstände
finden.
Zur
Stabilisierung der Sohle und als Hochwasserschutz
wurde die Salzach zwischen Salzburg und Oberndorf
auf einer Länge von rund zwei Kilometern um bis zu 40 Meter aufgeweitet.
Mit einer Sohlrampe, in Österreich,
wurden neue Maßstäbe im ökologischen Flussbau gesetzt.
Diese
Initialmaßnahmen fördern die Eigendynamik des Flusses.
Je nach Fließgeschwindigkeit und Wasserstand
kann das Geschiebe wieder umgelagert werden.
Die
Fotos zeigen die selben arbeiten an der Baustelle
zwischen Laufen und Triebenbach im Oktober 2009.
Durch
die "aufgelöste" Sohlrampen wird das Gefälle verringert
und die auf die Salzachsohle angreifenden Kräfte
des srtömenden Wassers werden reduziert.
Aufgelöst bedeutet, daß
das Gefälle in einzelnen unregelmäßigen,
durch Steinwälle abgegrenzten Becken
auf einer Länge von 100 m abgebaut wird.
Anlschließend wird die Sohle noch auf einer Länge von 150
m
durch ein "offenes Deckwerk" (siehe km 46,0) gesichert.
Die
Flussbreite wurde damals im 19. Jahrhundert um 80-90 % reduziert,
die Ufer
wurden verbaut und die Uferlänge verringert.
Die Salzach war nun in einem kanalartigen Lauf fixiert,
dies und die Zunahme des Gefälles führten zu einer deutlichen
Erhöhung
der Fließgeschwindigkeit.
All
diese Maßnahmen blieben natürlich nicht ohne
gravierende Konsequenzen für das Fluss - Auen - Ökosystem.
Uferverkürzung und Laufstreckung führten zu einem erheblichen
Verlust
an abflussdynamischer Strukturvielfalt.
(Strömungsvielfalt und Umlagerung des Geschiebes)
Die
höhere Fließgeschwindigkeit in Verbindung mit der Verringerung
des Geschiebeanfalls durch massive Geschiebe entnahme
der Kiesindustrie führten
zu einer fortschreitenden Eintiefung der Flusssohle.
Absenkung des Grundwasserspiegels führten im weiteren Verlauf zu
einer
Verschiebung der Standortbedingungen in den Auenbereichen.
In
den vom Fluss nicht mehr direkt beeinflußten Gebieten drang
von den Rändern her
der Auwald vor,
die ursprünglich entstandene Weichholzaue wurde in der Folge
durch eine Hartholzaue und einen Niederungswald abgelöst.
Standörtlich echte Weichholzauen
sind fast nur noch im Mündungsbereich vorzufinden.
Daraus
ergibt sich für den heutigen Zustand,
dass die Salzach weitgehend von ihren Auen abgekoppelt ist.
Auwald
und Salzach bilden getrennte
und weitgehend unabhängige Ökosysteme.
Der Landschaftscharakter des Salzachtales und
mit ihm die
Pflanzen und Tierwelt hat sich grundlegend geändert.
Die
Salzach gehört in ihrem Unterlauf zu den wenigen Alpenvorlandflüssen,
die über eine längere Fließstrecke nicht durch
Staustufen verbaut ist,
mit etwas guten Willen sollte man das freie Fließverhalten
der Salzach unbedingt zu erhalten versuchen bzw. noch verbessern.
Strukturvielfalt,
Dynamik ( Verschiedenartige-Triebkraft )
und hoher Artenreichtum bedingen die ökologische Reichhaltigkeit
des in
Mitteleuropa immer seltener werdenden Ökosystems Aue.
Auf der rechten Seite des Fotos
ist bereits
die sogenannte weiche Uferböschung zu sehen.
Ein
großer Teil der Salzachauen ist jedoch von der
Überflutungsdynamik abgetrennt
und unterliegt nur noch Grundwasserschwankungen.
In
Folge von Flusskorrekturmaßnahmen
und der Errichtung von Hochwasserdämmen
tiefte sich die Salzach in den letzten Jahren
besonders im Bereich der Saalach
der Sureinmündung und in der Nonnreiter Enge
immer mehr ein,
so entstand bereits in Teilen der Salzachaue
eine weitgehend überschwemmungsfreie Altaue.
An diesen 3 Stellen droht ein sogenannter
Sohlendurchbruch,
hier besteht
in den nächsten Jahren Handlungsbedarf.
Durch
sanfte naturnahe Flussbaumethoden wie Flussaufweitung
(wo möglich) ist eine Wiedervernetzung zwischen Fluss
und eine Wiederbewässerung
der vielen Altwasserarme in den Auen zu erreichen.

Der
Renaturierungsprozess soll dynamisch (lebendig, selbsttätig)
verlaufen,
und nicht nach einem allzu starren planerischen Konzept,
Korrekturen und Anpassungen an sich jeweils neu
einstellende Verhältnisse müssen möglich sein,
die Natur lässt sich nun mal nicht total berechnen.
Man
muss versuchen wieder eine günstigere Geschiebeentwicklung
zu erreichen.
Hierzu müssten allerdings auch die Gesetze zur Geschiebeentnahme
für die Kraftwerke im Oberlauf der Salzach eingehalten werden.
(Österreich)
( Saalach )
Durch die starken Schutzverbauungen in den Bergen ist zudem
die natürliche Geschiebemenge stark zurückgegangen.
Die
Geschiebeentnahmen wurden seit Beginn der 90er Jahre
bis auf eine Ausnahme (Tauglmündung) eingestellt.
Für die die Kraftwerke Urstein, Hallein und für die PWA Hallein
wurden
Spülvorschriften entlassen, die eine Geschiebetrift
bereits bei kleineren Hochwässern sicherstellen sollen.
Die
Auen tieferlegen muss nicht heißen sie Langfristig zu zerstören!
Im
Bereich von Tittmoning wurde durch jahrelange Abholzungsarbeiten
( ca.8 Jahre ) und Entlandungsmaßnahmen große Ablaufwannen
geschaffen,
und so wieder ein Zustand hergestellt,
wie er vor etwa 40-50 Jahren bestanden hatte.
Durch die höhere Fließgeschwindigkeit
während eines Hochwassers
sollten sich die Wannen jetzt selbst ausräumen.
Hier gilt es abzuwarten,
wie sich diese arbeiten auf eine längere Sicht bewähren!
(belustigendes Zitat: Dr. Wagner;
die Spielwiese vom Wasserwirtschaftsamt)
Die
Auen sowie die Verbauungen an der Salzach wurden
über Jahrzehnte hin
immer
wieder mit Schlammfrachten
überdeckt und durch Pflanzenwurzeln festgelegt.
In
Tittmoning hatte sich die Aue an der Grenze
um zirka 1,40 m Aufgelandet.
Ein
großes Hochwasser am 19 Juli 1997 hat die alte Uferverbauung
im Bereich der Tittmoninger Brücke freigelegt,
so konnte man den alten Zustand gut erkennen.
Auf diesem freigespülten Weg wurden bis zum
Jahre 1955
durch Menschenkraft
( Menschentraidels ) oder ( Rossen )
mit Pferden die Schiffe flussaufwärts gezogen.
An
dieser mühseligen Arbeit war auch mein Vater noch beteiligt,
aus dieser Zeit werden immer noch gerne schöne und
lebhafte Geschichten erzählt.
Damals
waren die Auen weit weniger bewaldet als heute, das Schilf
wurde von den anliegenden Bauern gemäht und als Einstreu weggefahren.
Auch Brennholz und Schwemmholz wurden aus der Au geholt.
So
konnte das Wasser schneller abfließen,
und die Auflandungen blieben weitaus geringer
als heute.
Durch
die trockenen Auen werden die Schilfinseln heute von dem Indischen
( Himalaja ) Springkraut weitgehend eingenommen.
Das
Austrocknen der Auen hat viele verschiedene Ursachen, so hängt
zum
Beispiel die Absenkung des Grundwasserspiegels im Bereich Fridolfing
( Kelchham - Haslau ) unmittelbar mit der Tieferlegung
der Götzinger Ache sowie des Sinzelgrabens aus Hochwasser
Schutzgründen,
und Trockenlegungen der landwirtschaftlichen Flächen
in den 70er Jahren zusammen.
Die
begangenen Fehler wollte man später durch den Bau
einer Schwelle am Auslauf der Ache wieder gut machen.
Durch das Anheben des Wasserspiegels
wollte man die alten Tümpel und Laken wieder bewässern,
leider wurde durch das Anheben des Wasserspiegels
auch die Fliessgeschwingigkeit der Ache so verringert,
daß man nun zur Sauerstoffgewinnung einen Querverbau aus Holz
benötigte.
Dies führte wiederum zu sehr starken Anlandungen und Verschlammungen
vor der Verbauung.
Dies alles wirkte sich wiederum ungünstig
auf das Laichverhalten
einiger Fischarten
z.b. (Salmoniden Kieslaicher) aus.
Der Querbau wurde im Jahre 2000 teilweise und 2002
auch wegen befürchteter Hochwasserschäden
an oberhalb ligendem Grundstück wieder komplett beseitigt.
Die
Restwassermenge im Unterlauf der Götzinger Ache
nach Abzweig des Werkkanals der
Obag (zum Kraftwerk in der Lebenau) ist bereits
seit dem Kanalbau
im Jahre 1931 auf
100 l pro Sekunde reduziert worden.
Im Frühjahr 1999 ergaben
die Verhandlungen
des Wasserwirtschaftsamtes mit der Obag,
eine
Erhöhung der Restwassermenge
auf 200 l/sec im Winter und 300 l/sec im Sommer.
Künftig wird es also mehr Wasser für
die Götzinger Ache geben,
so kann man nun hoffen,
daß die Selbstreinigungskräfte des Flusses
wieder steigen, und
der Fluss wieder eine Eigendynamik entwickelt.
An immer mehr Orten entlang der Ache kann man Biber
wieder erleben
und die Spuren von Bibern in der Landschaft entdecken.
Wo immer er anpackt, macht er die Landschaft abwechslungsreicher.
Biber
sind eine große Bereicherung unserer Gewässer und der Ufernahen
Fauna.
Biber tragen durch ihre Aktivitäten wesentlich zur Vergrößerung
der Artenvielfalt in unseren Augebieten bei.
Die verbesserte Strukturierung der Ufer und des Gewässers selbst
(Grabe- und Bautätigkeiten, Vergrößerung der Wasserflächen,
vermehrter Todholzanteil, usw.)
schafft neuen Lebensraum für Amphibien, Fischbrut,
Kleinsäuger und Insekten.
Diese zwei Fotos Zeigen die Biberarbeiten an der Ache
zwischen Plosau und Kelchham 2010
in der Nähe vom gelanten Brückenstandort.
Ein Biberdamm gliedert den zuvor gleichförmige
dahinplätschernden Bach in unterschiedliche Kleingewässer:
Im Stau ist das Wasser ruhiger, tiefer und kann sich erwärmen.
Die Dämme wirken wie ein großer Filter,
die das Wasser biologischreinigen.
Die Burgherren machen das kostenlos,
ein Paradebeispiel für nachhaltiges Wirtschaften.
Nährstoffreiche
Schwebestoffe lagern ab,
fördern das Pflanzenwachstum, was wiederum Insekten,
Vögel und Fische anlockt.
Auf der Rückseite des Damms ist das Wasser klar gefiltert,
die Dachsohle kiesiger.
Hier findenForellen und Äschen ideale Leichplätze.
anders als technische Stauwehre bildet der Biberdamm
keine Barriere für Tiere.
Der Auslauf der Ache wurde 1995 neu gestaltet,
als sogenannte Fischtreppe wurden 3 kleinere Terrassen gebaut,
die den freien Zug der Fische aus der Salzach gewährleisten.
Doch außer dem optisch schönen Umbau konnte für das
Gewässer
bislang noch kein großer Nutzen festgestellt werden.
Dem Gewässer fehlen Strukturelemente wie Unterstände,
Anlandungen, Gumpen, Totholzbereiche,
Kies, ausreichend Sandbänke und Flachwasserzonen
die den Fischen als Fortpflanzungsräume dienen.
Ohne diese variabilität verarmt die Fischfauna.
Weiter
fehlen immer noch geeignete einfache
Landschaftsökologisch und landschaftsästhetische Fischtreppen
zur Umgehung vorhandener Kleinkraftwerke am Kirchheimer
Stillbach die das aufsteigen. den durchzug verschiedener
Salmoniden
in den Oberlauf des
Baches ermöglichen.
Durch
die Anregung eines Anliegers ( Manfred Geschirr, Hochwassergefahr)
wurde im Februar 1999 ein Teil
der ersten Terrasse wieder abgesenkt,
da das Wasser der Ache auch bei niedrigem Wasserstand der Salzach
fast zum Stillstand kam,
und sich bei Hochwässern zu sehr aufstaute.
Am
19.06.2002 wurde an Terrasse erneut gearbeitet,
der Wasserstand wurde nochmals um ca. 25-30cm gesenkt.
Kurze
Anmerkung.
Bei den Bagger arbeiten kippte der Bagger durch den
schlammigen Grund
seitlich etwas tiefer ins Wasser.
Die Aktion den Bagger wieder aus der Ache zu bekommen
war mehr Aufwand als die Steine zu entfernen.
Seit zirka 1970-1999
erfolgt nach umfassender Analyse eine Bewertung des
Zustands
der bayerischen Salzachauen aus ökologischer Sicht,
sowie
aus der Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege.
Bereits
1989 wurde das Traunsteiner Wasserwirtschaftsamt
vom Bayerischen Landtag beauftragt,
die
Situation an der Salzach zu untersuchen.
Die
wasserwirtschaftliche Rahmenuntersuchung wurde im (Januar 1999)
einem
Gremium aus Vertretern der
deutschen,
bayerischen und österreichischen Umweltministerien vorgestellt.
Die
lang erwartete
"Wasserwirtschaftliche Rahmenuntersuchung Salzach"
Bayerns Umweltminister Schnappauf informierte sich am 31.08.2000
in Tittmoning über die notwendigen
Gewässerausbaumaßnahmen an der Salzach.
Unter dem Strich bedeuten die
neuen Erkenntnisse,
dass neben den bekannten ökologischen Argumenten -
die Salzach soll als einziger frei fließender Voralpenfluss
ihrer Größenordnung erhalten bleiben -
auch geomorphiologische Gründe gegen die Errichtung von Kraftwerken.
Die seit Jahrzehnten immer wieder diskutierte "Kraftwerklösung"
dürfte damit vermutlich endgültig vom Tisch sein,
so dachte man zumindes bis zum Juni 2008.
Derzeit wird eine Lösung mit Kraftwerken von "Privaten
Investoren" (Grenzkraftwerks GMBH mit beteiligung von EON)
wieder angestrebt und durch geplant.
Bilder, Fotos Pläne vom geplanten sogenannten
sanften Kraftwerken,
Buchtenkraftwerke wurden der öffentlichkeit bisher noch nicht gezeigt.
Berchtesgandener Landrat Georg Grabner befürwortet
die Wasserkraftnuzung im Tittmoninger Becken.
Irgendwie wollen Politiker und
Investoren
die aktuelle Klima Diskussion nutzen
um einen schnelle gewinnbringende Lösung für die
Wasserkraftwerks Betreiber durchzusetzten
solange die Einspeisevergütung durch das EEG noch besteht.
Die 30
Jährigen Planungen zur Renaturierung könnte man
dann als netten kostspieligen Versuch abhaken.
Aber mal
im Ernst,
ohne einen weiteren Kraftwerksbau in der Salzach
werden wir die Rettung der Welt nicht blockieren.
Jedes Wehr
unterbricht das "freie" fließen der Salzach.
In den Stauhaltungen erwärmt sich im Sommer das Wasser
mit der Folge einer Sauerstoffverarmung.
Mit
der verminderten Fließgeschwindigkeit folgen
unerwünschte Ablagerungen und zerstören Laichplätze,
dort bilden sich
auch Faulgase wie z. B. Methan, das um ein mehrfaches
klimaschädlicher ist als CO2.
Das
Gesamtprojekt zur Renaturierung der unteren "Salzach"
sollte nach den vorliegenden Schätzungen
rund eine halbe Milliarde Mark kosten.
Zug um Zug soll es in den nächsten 20 Jahren
verwirklicht werden (Jahr 2000).
Im
Frühjahr 1998 wurde mit den Holzeinschlägen
und im Herbst mit der Sanierung des Dammes begonnen.
Die
Deich sanierungsarbeiten wurden 2008 weitgehen abgeschlossen.
Das
erste Teilstück wurde (1999) fertiggestellt.
Landseitig wurde ein Stützkörper errichtet ,
um den Damm zu stabilisieren,
und die sehr hohe Neigung der Böschung abgeflacht.
Darüber hinaus wurde ein mit Lkw befahrbarer Deichhinterweg
gebaut und die Dammkrone verbreitert.
Vordringliches
Ziel ist es,
dass der Damm rasch und wirksam verteidigt werden kann,
und im Falle eines wiederkehrenden Hochwassers
rascher wieder trocken wird.
Der
Bau des Deiches mit zwei Damm begleitenden Straßen
sowohl auf der Land,
und auf der Wasserseite verbunden mit der Abflachung
der Böschungsneigung
soll auch die Deichunterhaltung künftig vereinfachen,
wodurch sich auch die Kosten
der laufenden Unterhaltung verringern werden.
Hier
entsteht ein Trockenrasen Biotop das,
den Verlust des artenreichen Lebensraumes für viele seltene
Pflanzen
und Schmetterlinge langfristig wieder ersetzten wird. (Orchideen)
Am
bestehenden alten Damm waren 20 verschiedene Orchideenarten
zu finden,
zum Teil sehr seltene Arten.
Orchideen brauchen je nach Art bis zu fünf Jahre
absolut ungestörte Entwicklungszeit.
Ludwig Brandmayer befürchtete,
dass sich diese Arten nicht wieder ansiedeln werden.
Um dies zu vermindern wurde die alte Rasendecke im Februar 1999
mit großem Aufwand abgetragen,
und später auf den neuen Deich erfolgreich wieder angepflanzt.
In einer Ausstellung im Tittmoninger Rathaus
(April 2000) wurden diplomatischere Gründe
für den rückgang der Orchideen gefunden,
schuld daran seien die verschiedensten Einflüsse der Umwelt,
und die häufigen Eingriffe des Menschen.
Durch die künftigen anderen Licht und Feuchtigkeitsverhältnisse
wird sich über längere Sicht
eine andere Pflanzengesellschaft ansiedeln und durchsetzen.
Wir können
jetzt beobachten,
wie sich diese Veränderungen langfristig entwickeln.
Nach den abgeschlossenen Bauarbeiten entstanden hier wieder
natürliche ruhige Äsungsflächen,
für Rehe und andere Tiere die in den Salzachauen
ihren ungestörten Freiraum brauchen.
Ein Spaziergang auf dem Damm,
begleitet vom Duft der Wildkräuter
und dem
Gesang der Grillen,
ist ein Erlebnis das man nicht intensiv genug genießen kann.
( Motto: "Mehr sehen, mehr erleben, mehr wissen"
)
Gefährdete
Orchideen in den Salzachauen
Es
war für viele ewige Nörgler nur schwer nachzuvollziehen,
warum ein Damm der jetzt viele Jahre gut gehalten hat,
um
soviel größer demissioniert wurde.
Schon im April 1888 schuf Theodor
Storm mit dem „Schimmelreiter"
eine Novelle,
die durch ihre allgemeingültige Darstellung des menschlichen Charakters
immer zeitlos bleiben wird.
Bei
den Hochwässern vom 07.08 und das kurz darauf folgende
Hochwasser am 12.08.2002 hat sich das Bauwerk gut bewährt.
Ende
Mai 1999 wurde der erste Bauabschnitt in höhe Wies abgeschlossen.
Im Mai 2000 wurde dann der zweite Bauabschnitt
in höhe Walderring bis Feldhub abgeschlossen.
Das Ergebnis ist
nun ein Damm,
der auf ein Jahrhunderthochwasser ausgerichtet ist
und auch länger anhaltende Hochwasser aushalte.
Gerade letzterem sei der alte Damm nicht mehr gewachsen.
Natürlich dauert es nun bis sich ein weitgehend natürliche
Artenvielfallt am neuen Damm entwickelt,
mit einem nicht zu übertriebenen mäh Konzept sollten
wir es bald erleben können.
Durch zweimaliges mähen wurde die Artenvielfalt
am alten Damm
über Jahre gewährleiste und sollte über weite Strecken
auch
so weitergeführt werden,
den nur so ist das einzigartige Biotop Salzach Au erst entstanden.
Die Arbeiten am Damm müssen auch kostengünstig
und Praxisnah durchgeführt werden können.
Hier wird vehement mit den Biologie Experten
von Bund Naturschutz, Wasserwirtschaftsamt und Landratsamt diskutiert.
Auch
die Reststrecke des bestehenden Salzach-Deiches
in Fridolfing von rd. 6 Kilometer
arbeiten sie 2010 an der Deich der Sanierung und teilweisen Verlegung.
In diesem Bereich befanden sich zwei Korridore
für die
"von vielen Politikern gewollte" neue Salzachbrücke...!!!
Fridolfing St/Pantaleon
Als vorläufig ermittelte Kosten galten mal
35.000.000 bis 50.000.000 Mark
2009 gilt diese Summe plötzlich nicht unerwartet als Euro,
wobei die Vorlandbrücke zum Überbrücken der Au
sowie der Götzinger Ache finanziell am meisten ins Gewicht
fällt.
Dieser Brückenbau verstoße gegen Europarecht
(Bund Naturschutz)
Die betroffenen Grundstückseigentümer
haben bei der Gemeinde Fridolfing bereits im Mai 2000
schriftlich und persönlich in aller Form verdeutlicht,
dass ein Grundstücksverkauf für diese Bauvorhaben
an dieser dieser sensiblen Stelle nicht in Frage kommt.
Die ganze Länge der
Salzachauen ist auf bayrischer Seite
FFH Gebiet, ehemals vorgesehene Korridore für die Brücke
wurden
wieder ins Flora Fauna Habitat Gebiet mit aufgenommen.
Eine längere Gerichtliche auseinandersetzung mit dem Eu
Recht ist deshalb Vorprogrammiert.
Das europäische Naturschutzrecht sieht für
FFH-Gebiete äußerst strenge Ausnahmeregelungen für
den Fall vor, dass Vorhaben diese Gebiete zerstören oder
beeinträchtigen.
Diese Ausnahmeregelungen gelten nur für Vorhaben
von weitreichender überregionaler,
gesamtstaatlicher und europäischer Bedeutung
als Teil des transeuropäischen Verkehrsnetzes
und dies nur insofern keine Alternativen vorhanden sind.
Diese Brücke sollte
die österreichischen Gemeinden Ostermithing
und sowie Tittmoning und hauptsächlich Fridolfinger
und St.
Pantaleoner Gewerbegebiete
miteinander verbinden.
(Auf Einzelschicksale
werden seitens Politik nur Entscheidungen
durch Richterliche Urteile ernstgenommen).
Es
bleibt die Hoffnung das die bestehenden Naturschutzgesetze das
ganzen Vorhaben zum scheitern bringen.
Die Salzach ist Teil eines der größten
Schutzgebiete in Bayern
und dieses sollte nicht dem Schwerlastverkehr an "dieser
Stelle" geopfert werden.
Abgasarme Autoantriebe und Vernünftige
Verkehrskonzepte liegen seit Jahren
in den Schubläden zukunftsorientierter Ministerien.
Aus
diesem Grunde bin ich persönlich gegen diese Brücke.
"Wer Straßen sät, wird Verkehr
ernten"
Dieser
Satz, wird seit Jahren von nachhaltigen Verkehrsplanern und Forschern
anerkannt und verbreitet.
Langsam wird es Zeit für eine
Bewußtseinsveränderungen in der Gesamtbevölkerung.
Bei einem zukünftigen Rohölpreis pro Barrel um die 120-200
Dollar
wir vielen das Umdenken erleichtert werden.
"Da
der ma uns ned owe, des wead scho irgendwann moi wern".
Durch
die heutige Gewässergüte an der Salzach
wurden die Voraussetzungen zur
Renaturierung der Salzach im Hinblick auf die Wassergüte
geschaffen.
Fotos
von Georg Dieplinger †10.07.2002
War ein interessierter Naturfotograf aus Pietling!
Bekannt war er unter dem Namen (Hofname "Peterl" Schorsch)
Die Aufnahmen sind aus seinem Buch "Aus dem Leben der Vögel"
Seit
1984 gab es erste Initiativen für die Verbesserung
der Qualität des Wasser der Salzach.
1977, am Höhepunkt der Belastungen durch Fabrikabwässer,
hatte die Salzach von Hallein
bis zur Landesgrenze durchgehend nur noch
Güteklasse 4, das bedeutet übermäßige Verschmutzung.
Heute
sind die Belastungen durch verschiedene Abwässer auf einen
Bruchteil gesunken, durch die nächsten Verbesserungsschritte wird
man bis Ende 2002 durchgehend Güteklasse II aufweisen.
Mit
dem Verbot der Phosphate in Waschmitteln
( Phosphathöchstmengenverordnung, 1987)
war ein wichtiger Schritt zur Reduzierung der Phosphate getan,
die für eine Überdüngung der Gewässer
bis zu den Meeren verantwortlich sind.
1984
bis 1999 ist es gelungen,
die Abwässer des Halleiner Papierwerkes massiv von Belastungen
zu reinigen,
ein Beispiel dafür das Ökonomie und Ökologie Zeitraubend
und schwierig,
aber dennoch möglich ist.
Im
Wesentlichen gibt es vier Varianten,
wie in Zukunft mit den 60 Kilometern Salzach
im Gebiet zwischen der Mündung der Saalach bei Freilassing
und dem Zusammenfluß mit dem Inn zu verfahren sei.
Was
in Zukunft zu tun ist, muß weiterhin sehr kritisch beobachtet
werden,
zudem
darf man sich nicht durch scheinbare Vorteile und unrichtige
Argumentation
seitens Kraftwerkbetreibers beirren lassen.
Heute
sollten wir in Deutschland die wenigen fließenden Gewässer
bewahren,
und sie nicht mit neuen Anlagen verbauen.
Das
Foto zeigt die erste Sohlschwelle zur Verhinderung des
befürchteten Sohledurchbruchs der Salzach in höhe Oberndorf
-Laufen.

Mittlerweilen
ist Bayern eines der ärmsten Länder an Fließgewässern,
es gibt nur noch die 65 Kilometer an der Salzach
sowie 70 Kilometer an der Donau zwischen Straubing und Vilshofen.
Auch
große Stauseen, die in Österreich oder Skandinavien
vergleichsweise
umweltfreundlichen Strom liefern,
wären
heute vielfach nicht mehr durchsetzbar.
Derzeit
bestehen in Bayern ca. 4300 Wasserkrafwerke,
sie
decken ca.15% des Stromsbedarfs. ( Mai 1999 )
Der freie Strommarkt sowie der geringe Wirkunsgrad
einer Kraftwerksvariante lassen diese Projekte
nun immer weniger attraktiv erscheinen.
Durch das aktuelle EEG könnten sich die Wasserkraftwerksbetreiber
allerdings erneut ins Gespräch bringen.
Von
großen Dammprojekten in den Entwicklungsländern zieht sich
heute
mitunter die Weltbank zurück -
zu groß ist der Verlust an Arten und Naturvielfalt.
90 Prozent der alpinen Fliessgewässer
sind nach Angaben
der Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) bereits reguliert.
Die Umweltschützer warnen vor einer Ökokatastrophe
in den Alpen und fordern den Erhalt natürlicher Flüsse und
Bäche.
Anlässlich eines Treffens zu den Problemen der "Gebirgsregionen
der Welt"
in Mailand müssen die Regierungen der Alpen- Anrainerstaaten und
die EU,
entsprechende Maßnahmen ergreifen um die Gewässer zu schützen.
2008
wird im bayrischen Landtags Wahlkampf
wieder öfter über eine Salzachverstromung,
bzw. Co² arme Stromnutzung durch Wasserkraft geredet.
Innovative Projekte werden gebraucht,
doch zum erproben ist die Untere Salzach wirklich zu Schade.
Kritische
Worte zur Wasserkraft allgemein...!!!
Die
einen begreifen nicht,
dass Stauen und Ausleiten einem Fluss den Todesstoß versetzt.
Die anderen sind auf die Propaganda der Wasserkraftlobby
hereingefallen und überschätzen
den Beitrag der Wasserenergie maßlos.
Wenn
wir uns nicht für unsere Flüsse einsetzen,
dann wird es bald keine mehr geben,
abgesehen von ein paar Kilometern in Naturschutzgebieten und Nationalparks.
Entgegen
der weitläufigen Meinung
ist die Leistungsausbeute aus Wasserkraft verschwindend gering
weniger als (5 % -17% je nach Statistik)
der Stromerzeugung werden Weltweit
aus Wasserkraft gewonnen,
Wasserkraftanlagen steuern lediglich 1-5 % (je nach Statistik)
zum Gesamtenergieverbrauch Deutschlands bei.
Wenige moderne Wärmekraftwerke (eventuell Erd,
Gas, Dampf)
würden die gesamte Stromerzeugung durch Wasserkraft
in Deutschland ersetzen.
Eine
Ausweitung der Wasserkraftnutzung
bis zum Totalausbau alle Bäche verschwinden in Druckrohren,
alle Flüsse werden in Betonkorsetts gezwängt
würde nicht einmal die jährliche Zunahme
des Stromverbrauchs in Höhe von ca. 2 % decken.
Das
Fließen eines Flusses spiegelt seine lebendige Dynamik.
Ohne Aufstau oder Ausleitung gibt es jedoch kein Wasserkraftwerk.
Deshalb sind Wasserkraftnutzung
und Bewahrung eines Flusses unvereinbar.
In Deutschland sehen die Unternehmen der Wasserkraft-Branche
noch ein Ausbau-Potenzial von etwa 2.000 Megawatt.
Dafür sind bis zum Jahr 2012 Investitionen
in der Höhe von einer Milliarde Euro geplant.
Im Visier sind jetzt vor allem die Standorte alter Wassermühlen.
Wann nehmen wir endlich
wirkungsvollere Sparmasnahmen ins Visier...???
Durch
oft trockenfallende Nebenarme verenden regelmäßig Fische,
die sich auf der Roten Liste befinden.
Auch der einst so häufige,
inzwischen stark gefährdete Aal ist für stromgewinnende Turbinen
zu lang und wird von diesen in handliche Stücke portioniert.
Auch bei Kleinstkraftwerken müssen endlich vernünftige
Aufsiegshilfen für Fische realisiert werden.
Die
angeblich so sanfte Energie Wasserkraft
zerstört auf brutalste Weise unsere Flüsse und das Leben in
ihnen.
Die sogenannten Kleinkraftwerke sind wegen fehlender
oder ungenügender Aufstiegshilfen,
Fischtreppen nicht die erträumte Mühlenidylle.
Wer
heute zum weiteren Ausbau der Wasserkraft aufruft,
macht sich mitschuldig am Tod unserer letzten naturnahen
Bäche und Flüsse.
Anders
als die Wasserkraft ist gesundes gutes Wasser
durch nichts zu ersetzen.
Somit müssen wir die Selbstreinigungskraft der Flüsse
in den noch verbliebenen Teilbereichen schützen, erhalten
und dürfen ihr rasches Strömen nicht durch
einen von Lobbyisten geforderten Aufstau stoppen.
Strömende
Flüsse und plätschernde Bäche sind selten geworden.
Mit dem Verlust ihrer Schönheit und Ursprünglichkeit verschwindet
Natur
und Erholungsraum für den Menschen.
Ist es nicht gerade die Besinnlichkeit und unsere Naturvielfalt,
die so viele Menschen im Urlaub in unsere Region führt,
um Ruhe und Erholung in einer noch intakten
Auenlandschaft zu finden...???
Hände weg vom Salzach "Strom"
Querverbauungen durch
konventionelle Kraftwerkstechnik
dürfen nicht den finaziellen Interessen
an Energie Lobbyisten geopfert werden.
Als größtes
Hindernis einer sinnvollen Renaturierung gilt es
die "Dämme in den Köpfen" zu beseitigen
und den Wert einer 60km frei fließenden Salzach
ohne Querbauten zu erkennen.
Zukünftigen Generationen zu
liebe
müssen wir verstärkt an Strom Einsparung durch Energie Effizienz
arbeiten und unser derzeitiges gewohntes
Gesamtgesellschaftliches eingegrabenes Flußbett verlassen.
Umzukehren auf einen Nachhaltigen zukunftsfähigen Weg
muss das angestrebte Ziel sein.
Die Zukunft wird uns zeigen,
ob man aus monoton verbauten Gewässern
wieder naturnahe Flüsse und Bäche machen kann.
Von den verschiedenen Renaturierungsmaßnahmen
provitieren besonders die im Wasser lebenden Tiere,
Pflanzen und wir Menschen von dem attraktiven, natürlich,
vielfältigem Erscheinungsbild
eines ökologisch funktionierendem Fluß.
"Anstatt neue Kraftwerke zu bauen,
sollen die bestehenden naturverträglich modernisiert werden,
fordert die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA "
"Die geplanten Salzach-Wasserkraftwerk
sind ein Schritt
in die energiepolitisch völlig falsche Richtung.
Kraftwerke wie dieses sind nur deshalb nötig,
weil die Regierung zuwenig Anstrengungen unternimmt,
Energie effizienter und sparsamer einzusetzen.
Weil die Energiekonzerne ihr Geschäft mit steigenden Verbrauchszahlen
machen und die Regierungspolitik dem nichts entgegensetzt,
sollten Flusslandschaften Betonmauern weichen."
Für
den Versuch nicht praxis erprobter "Ökologischen Kraftwerks
modelle"
ist mir persönlich der nicht verbaute untere Salzachlauf zu schade.
Anstelle von einem sanierungsbedürftigen Alt kraftwerk könnte
so ein "Versuchs Kraftwerk" gut einen "Stress test"
bestehen.
Hier entstünde wenigstens durch die bereits vorhandene Infrastruktur
keine größeren Schäden mehr.
Auch Hochentwickelte geographische Informationssysteme
sowie mathematisches Simulation und physikalische Modelle
können in der Praxis ganz andere Auswirkungen
auf die Ökologie haben, als vorher in der Theorie berechnet.
... "Atom kraft ist sicher"...???
...die Vorwürfe an Karl Theodor Guttenberg sind abstrus...???
...die CSU CDU sind Atomausstiegsparteien...???
An
der unteren Salzach sind Kraftwerke bedenklich.
Die aktuellen Probleme an der Salzach entstanden durch
die vielen Kraftwerke und die Begradigung der Salzach.
Wiederholen wir nicht die gleichen Fehler,
sondern lernen endlich da raus und sehen die Wasserkraft kritischer.
Trotz der vielen Kraftwerke die auch zur Hochwasser Regulierung
gebaut wurden gibt es immer noch extreme Hochwässer in
Passau usw.
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